Es bleibt dabei – der Güsener HC wartet in der Handball-Oberliga weiter auf das erste Erfolgserlebnis. Auch im Heimspiel gegen die SG Lok Schönebeck blieb dem Neuling beim 30 : 38 ( 15 : 18 ) ein Sieg verwehrt. Obwohl das Team von Peter Arndt dem Gegner lange Zeit die Stirn bot, spiegelte sich die mangelnde Erfahrung der Spieler in den entscheidenden Situationen wider. Trotz der Niederlage will der GHC gegen die Spielwertung Einspruch einlegen.

Güsen ( par / okr ). " Nach wie vor ist bei uns der Wurm drin. Es will einfach nicht klappen mit den ersten Punkten ", sagte GHC-Trainer Peter Arndt, der auch einen Tag nach der bitteren Heimniederlage niedergeschlagen wirkte.

Güsen begann das Spiel nervös. Trotz etlicher technischer Fehler konnte das Team die erste Viertelstunde positiv gestalten, führte mit 2 : 0 und 3 : 1. Und auch beim 4 : 4 glaubten die zahlreichen Fans in der Sporthalle Güsen an einen positiven Spielverlauf. Doch schon kurz darauf dampfte die Schönebecker Lok vorbei. Fehler der Güsener wurden durch die Gäste eiskalt in Tore umgemünzt. Lediglich die beiden gut haltenden Torhüter Christopher Bretschneider und Tobias Beyer vermochten einen höheren Rückstand zu verhindern. Mit 18 : 15 für Schönebeck ging es in die Halbzeitpause.

In der zweiten Hälfte versuchte der GHC das Ruder an sich zu reißen und konnte den Abstand bis zur 48. Minute bis auf ein Tor zum 26 : 27 verkürzen. Vor allem Christian Haßbargen lief nun zu großer Form auf, erzielte insgesamt zwölf Treffer. Dennoch konnte Güsen in dieser Phase einen Siebenmeter nicht zum Ausgleich nutzen. Selbst in Überzahl gelang es nicht, einen Vorteil daraus zu schlagen. Im Gegenteil : die Schönebecker erhöhten mit schnellen Tempogegenstößen ihr Torekonto.

In dieser Situation nutzten die Gäste Unstimmigkeiten zwischen Schiedsrichtergespann und Kampfgericht aus. In der entscheidenden Phase, als das Pendel zu Gunsten der Gastgeber zurückzuschlagen schien, vervollständigte Schönebeck seine Mannschaft zur falschen Zeit und hätte laut Ansicht der Verantwortlichen des GHC mit einer Wechselstrafe belegt werden müssen. Daher legt Güsen gegen die Wertung des Spiels Einspruch ein. In der Schlussphase waren die Kräfte des GHC am Ende und die Mannen um Kapitän Robert Klewe ließen die Schönebecker mit acht Toren Differenz vorbeiziehen.

" Unser Dank gilt den vielen heimischen Zuschauern, die uns immer wieder angespornt haben und auch ein gutes, spannendes Spiel voller Emotionen erlebten. Wir waren heute so nah dran und konnten im richtigen Augenblick nicht die entscheidenden Akzente setzen. So eine Niederlage tut weh und macht die Situation nicht leichter, zumal wir jetzt drei schwere Auswärtsspiele hintereinander haben. Wir saßen alle als ein Team lange in der Kabine und haben Dinge besprochen, die fällig waren und in der Kabine geblieben sind. Trotz der zwölf Minuspunkte wird das Team den Kopf nicht in den Sand stecken, um nachher Prügel zu beziehen ", so das Fazit von Peter Arndt.

Güsener HC : Ch. Bretschneider, T. Beyer – K. Haßbargen ( 5 ), Schwab ( 1 ), S. Bretschneider ( 3 ), Steinbrecher, Ch. Haßbargen ( 12 ), Müller ( 4 ), Salomon, Klewe ( 4 ), Beyer ( 1 ), Buchheister, Hoffmann