Die Kegler des SV Eintracht Gommern sind mit einem überragenden Erfolg in die Landesklasse-Saison gestartet. Bei einem der Staffelfavoriten, Lok Roßlau II, gelang ein überragender 5540 : 5398-Sieg, der von zwei Tausender-Ergebnissen gekrönt wurde.

Roßlau ( tza ). Dass das Gommeraner Team gut in Schuss ist, zeichnete sich schon beim Pokalspiel in der Vorwoche in Braunschweig und beim teaminternen " Sparda-Bank-Cup " unter der Woche ab. Schon hier, allerdings beide Male im 120-Wurf-System, erzielten fast alle Spieler sehr gute Ergebnisse. Den Sparda-Bank-Cup holte sich Mannschaftsleiter Sören Schulze, der mit 533 Kegeln Jens Bich ( 520 ), Bernd Löhnert ( 514 ), Martin Hukauf ( 513 ) und Andreas Arndt ( 512 ) auf die Plätze verwies. Doch das war am Samstag alles Schall und Rauch.

Bich startete in Roßlau gegen den " Oldie " der Gastgeber stark, konnte Werner Riedel ( 928 ) mit 918 Kegeln fast in Schach halten. Enttäuschend der Auftritt von Arndt, der extra von einer Familienfeier aus Berlin nach Roßlau gereist war. Er fiel mit nur 827 Kegeln deutlich ab und sorgte gegen Bundesligaspieler Bernd Lahn ( 948 ) fast allein für den großen 131-Kegel-Rückstand. Dann kam jedoch die Gala des Gommeraner Mittelpaares. Youngster Hukauf spulte auf den sehr ergiebigen Bahnen eins und zwei sein Pensum wie an der Schnur gezogen herunter, schaffte auf seiner zweiten Bahn sogar unglaubliche 301 Kegel und zog so seinem Gegenspieler den Nerv. Als " Huke " sein Spiel souverän und sichtlich emotional zur Fabelmarke von 1010 Kegeln zu Ende brachte, konnte Marko Schneider ( 848 ) nur applaudieren. Zeitgleich spielte auch Mannschaftsleiter Schulze ein riesen Ding. Nachdem er schon in der Vorsaison mit 1026 Kegeln der Überflieger war, blieb ihm am Samstag nur der Silberrang. Mit " lediglich " 1003 Kegeln entzauberte er Detlef Scheffer ( 962 ) auf Roßlauer Seite. Beim Bahnwechsel lagen sich die zwei Gommeraner " Tausender " glücklich in den Armen. Der Jubel der Blau-Gelben im Zuschauerraum kannte kaum Grenzen. Denn nun musste das Schlusspaar den 72-Kegel-Vorsprung " nur " noch nach Hause bringen. Dies gelang perfekt. Udo Wrubel kämpfte sich nach schwachem Beginn auf sehr gute 912 Kegel. Neuzugang Bernd Staeck kam in die Vollen prima zurecht, musste im Abräumen aber die fehlende Bahnkenntnis mit vielen Fehlwürfen bezahlen. So gab Schulze auf der Schlussbahn, das Spiel war längst entschieden, dem jungen Martin Wilke noch eine Einsatzchance. Gemeinsam kamen Wilke und Staeck auf 870 Kegel. Da die Roßlauer Schlussspieler nicht über 853 und 859 Kegel hinauskamen, siegten die Blau-Gelben am Ende klar mit 142 Kegeln.

Am Samstag gibt es die Heimpremiere. Hoffentlich können sich die " Helden " von Roßlau gegen die Verbandsliga-Reserve des Dessauer SV wieder konzentrieren.