Am 2. Spieltag der Handball-Oberliga leistete der Güsener HC Aufbauarbeit für die TSG Calbe. Im Duell der am ersten Spieltag sieglosen Mannschaften unterlag ein überraschend kraft- und ideenloser GHC den Gästen von der Saale am Wochenende 29 : 39 ( 13 : 20 ).

Güsen ( ghc ). Zwar ging der Güsener HC zu Beginn des Spiels mit 2 : 0 in Führung, doch das war es dann auch schon. In der Folgezeit wurden gleich vier klare Einwurfchancen vergeben. Dies ermöglichte Calbe die Wende. Fortan lagen die Gastgeber bis auf das 5 : 5 immer in Rückstand. Beim 5 : 8 lag Güsen wieder mit drei Toren hinten, bäumte sich auf, kam auf 10 : 11 heran, um dann aber nach dem 11 : 13 nach gut 20 Minuten sechs Tore hintereinander zu schlucken. Damit war die Partie gegessen. Calbe lag zur Pause schier uneinholbar mit 20 : 13 vorn. Güsen präsentierte sich im Angriff zu harmlos und in der Abwehr ohne Körpersprache. Damit war zumindest an diesem Tag kein Blumentopf zu gewinnen.

In der zweiten Halbzeit spielte Calbe seine ganze Cleverness aus und nutzte die Güsener Abwehrschwächen vornehmlich auf den Außenbahnen aus. Selbst in zweifacher Unterzahl fand Calbe den Weg zum Torerfolg. Die unnötigen Ab- und Anspielfehler ermöglichten den Gästen einfache Tore.

Beim 16 : 26 nach knapp 40 Minuten lagen die Gastgeber erstmals mit zehn Toren zurück, wobei bis zum Schlusspfiff nicht einmal mehr Ergebnis-Kosmetik gelang. Nach dem 24 : 36 ( 50. ) lag Güsen noch dreimal gar mit zwölf Toren zurück. Dabei war nicht zu übersehen, dass gerade über die Kreispositionen einfach zu wenig gelang. Und wenn Kevin und Christian Haßbargen 23 der 29 Güsener Tore erzielten, spricht das nicht gerade für die Mannschaft, in der es ohnehin lediglich fünf Torschützen gab.

" In der zweiten Halbzeit fand kein Aufbäumen statt, die Spieler gaben sich mit der Niederlage zufrieden. Von Beginn an hat die mentale Einstellung zum Gegner als auch zum Spiel gefehlt. Calbe hat uns als Auswärtsmannschaft gezeigt, mit welcher Einstellung und Körpersprache wir als Heimmannschaft hätten auftreten müssen. Diese Art von Einstellung durch alle Mannschaftsteile hindurch ist inakzeptabel. So etwas geht einfach nicht ", kritisierte GHC-Trainer Peter Arndt.

Güsener HC : Ch. Bretschneider,, Beyer – K. Haßbargen 7, B. Bretschneider 1, Eichner, Beyer, Ch. Haßbargen 16, Müller, R. Klewe 1, Geue, Salomon, Schwab, S. Bretschneider 4