Gommern ( vwo ). Eintracht Gommern musste am Sonnabend in Klein Wanzleben die erste Niederlage der Saison in der Fußball-Landesklasse einstecken. Empor setzte sich bei einem Spiel mit zahlreichen widrigen Begleitumständen 2 : 0 ( 1 : 0 ) durch und sorgte dafür, dass der Landesliga-Absteiger den Kontakt zur Tabellenspitze zunächst verlor.

Bei den Gommeranern fielen kurzfristig Kevin Schulz, Fabian Eggert und Stefan Rau aus, so dass Trainer Thomas Wilke sein Team wieder umbauen musste. Bereits nach drei Minuten gingen allerdings die Gastgeber in Führung, wobei Torschütze Reiser für alle gut sichtbar rund fünf Meter im Abseits stand. Das Tor motivierte die Börde-Kicker, die mit ihrer Zweikampfhärte den Gästen in den ersten 30 Minuten den Zahn zogen. Die Gäste kamen zunächst einfach nicht ins Spiel.

In der 31. Minute die erste Chancen für Gommern, als Marko Bittersmann nach einer Eingabe von Torsten Marks völlig freistehend am Tor vorbei köpfte. In der 37. Minute die nächste Ausgleichsmöglichkeit, doch Guido Möbius schoss einen Gegenspieler an. Zahlreiche Eintracht-Spieler rieben sich an den Schiedsrichterentscheidungen auf und hatten mit ihrem Mundwerk zu tun, anstatt sich auf ihr Spiel zu konzentrieren. Allerdings sorgten auch zahlreiche Fehlentscheidungen von Schiri Robert Scheer ( Eilsleben ) für Unmut.

In der 47. Minute die nächste nicht nachvollziehbare Entscheidung, als Patrick Regenstein den Ausgleich erzielte, die Assistentin, übrigens die Schwester des Schiedsrichters aus dem von Wanzleben benachbarten Eisleben, aber eine Abseits-Stellung anzeigte.

In der 49. Minute verhinderte Sebastian Woche mit toller Parade das 0 : 2. Auf der Gegenseite ließen Tobias Thormeier und Patrick Regenstein die nächsten guten Möglichkeiten aus. Nun war die Partie ein offener Schlagabtausch mit packenden Strafraumszenen auf beiden Seiten.

In der 65. Minute kehrte nach langer Verletzungspause Mathias Reichel in die Mannschaft zurück. Und er führte sich gut ein, traf auch in der 71. Minute. Doch wieder sah es die Assistentin anders. Die neuerliche Fehlentscheidung brachte auch die zahlreich mitgereisten Fans auf die sprichwörtlichen Barrikaden.

In der 74. Minute lief die aufgerückte Eintracht-Abwehr auch noch in einen Konter, den Marcel Schulze zum 2 : 0 nutzte. Doch die Gäste gaben nicht auf, setzten sich in der Wanzleber Hälfte fest und versuchten das Spiel noch zu drehen. Aber alle Bemühungen waren vergebens. Zudem handelte sich Marko Bittersmann auch noch die gelb-rote Karte ein, als er gefoult wurde, was der Schiedsrichter anders sah. Bittersmann diskutierte erregt und sah " Gelb " und dann auch noch " Gelb-rot ".

Die tröstenden Worte der Gastgeber " Ihr habt heute gegen 12 Mann verloren ", kamen bei den Gommeranern nicht gut an. Die Verantwortlichen von Eintracht Gommern wollen sich jedenfalls bei der Schiedsrichter-Kommission über diese ungenügende Spielleitung beschweren. Sie haben Probleme, gerade die jungen Spieler zur Fairness zu erziehen, wenn solche aus ihrer Sicht ungenügenden Schiedsrichterleistungen möglich sind.