Einen am Ende doch verdienten Auftakterfolg verbuchten die Nordligahandballer des SV Eiche 05 Biederitz II im Heimspiel gegen die SG Neuferchau / Kunrau. Nach 30 doch eher enttäuschenden Minuten ( 15 : 18 ) sorgten Kampfeswille und der längere Atem schließlich doch noch für einen hauchdünnen, aber nicht unverdienten 28 : 27-Erfolg gegen unbequeme Gäste.

Biederitz ( ihe ). Schon zu Beginn zeigte sich schnell, das die Altmärker bereits vor einer Woche Spielpraxis im Nordcup sammeln konnten. Sie bauten ihre Führung nach dem 2 : 0 auf 6 : 3 und 8 : 4 aus. In der Folgezeit verkürzten die Biederitzer zwar auf 6 : 8 ( Heitmann, Rabe ), doch so richtig lief der Ball im Biederitzer Spiel noch nicht. Auch der Deckungsverband stand bei weitem noch nicht wie gewünscht und ließ dem Rückraum der SG zu viel Platz. Dies nutzten die Gäste schließlich, um bis zur 25. Minute auf 16 : 10 davonzuziehen. Durch einen kleinen Schlussspurt kämpften sich die Biederitzer durch Treffer von Daniel Bahr, Ingo Heitmann ( je 2 ) und Stefan Holzgräbe bis zum Pausenpfiff auf 15 : 18 heran.

Nach dem Wechsel schloss der SVE durch Sebastian Rabe und Holger Klingebeil auf 17 : 18 auf. Das 20 : 17 der Gäste egalisierten kurze Zeit später Sebastian Rabe, Stefan Holzgräbe und Ingo Heitmann, ehe erneut Holzgräbe zur ersten Biederitzer Führung erfolgreich war. In doppelter Überzahl zogen die Biederitzer dann sogar auf 23 : 20 davon. Doch anstatt in dieser Phase mit etwas mehr Linie im Angriff die Führung zu behaupten, machten die Hausherren die zunehmend aufkommende Hektik mit und verloren wieder etwas den eigenen Spielfaden. Das nutzten die Kunrauer zum wiederholten Anschlusstreffer ( 23 : 22, 24 : 23 und 26 : 25 ). Fünf Minuten vor Ultimo gelang den Gästen erst der Ausgleich vom Siebenmeterpunkt, ehe sie ihre Überzahl sogar zur Führung ( 27 : 26 ) nutzen konnten. Doch Biederitz glich postwendend durch den elffachen Torschützen Ingo Heitmann zum 27 : 27 aus. Der anschließende Gästeangriff fiel einem technischen Fehler zum Opfer und die Biederitzer stellten mit dem 28 : 27 durch Kreisläufer Sascha Münder den vielumjubelten Heimsieg sicher, da auch der letzte Angriff der SG nichts mehr einbrachte.

" Wir haben schwer in das Spiel gefunden. Bei Rückstand verfallen wir zu schnell in Hektik und produzieren technische Fehler. Am Ende war der größere Kampfeswille ausschlaggebend ", urteilte der Biederitzer Coach Wolfgang Rösel.

Biederitz : Swoboda, Regener - Heitmann ( 11 / 4 ), Holzgräbe ( 3 ), Bormann, Gericke ( 1 ), Genth, Krüger, Bahr ( 2 ), Münder ( 1 ), Klingebeil ( 3 ), Rabe ( 2 ), Hesse- Opitz ( 4 ), Arnold ( 1 )