Einen stimmungsvollen Einstand erlebten die Volleyballer des Burger VC 99 bei ihrem Landesoberliga-Einstand. An den Zuschauern lag es jedenfalls nicht, dass der BVC gegen den USC Magdeburg II am Ende mit 1 : 3 ( 14 : 25, 25 : 16, 20 : 25, 23 : 25 ) den Kürzeren zog. Diesmal mussten die Gastgeber noch Lehrgeld zahlen.

Burg. Zwei gleichstarke Teams standen sich in der Burger Sporthalle gegenüber. Den Sieg hätten auch beide durch die spielerisch und kämpferisch Einstellung verdient gehabt, aber letztendlich gingen die Punkte an die Gäste. Die hatten noch eine Rechnung aus dem Vorjahr zu begleichen, denn in diesen beiden Begegnungen hatte Burg immer die Nase vorn.

Erhobenen Hauptes können die Burger Volleyballer den ersten Spieltag Revue passieren lassen. Das hat es in der Sporthalle Burg Süd noch nicht gegeben. Über 100 Zuschauer verfolgten dieses erstklassige Volleyballmatch. Bereits in der Anfangsphase verschafften sich die Gäste durch ein druckvolles Angriffsspiel ein passables Punktepolster. Die Burger Volleyballer schafften es nicht, den Aktionsradius von Marcus Weiß ( USC ) durch einen Block einzuengen. Seine Angriffsschläge, auch aus dem Hinterfeld, brachten für die Magdeburger Punkte. Bei den Gastgebern merkte man eine gewisse Nervosität in den Aktionen an. Dass erste Mal im Oberhaus von Sachsen-Anhalt zu spielen, das zeigte bei einigen doch den " Flattermann ". Den ersten Satz galt es schnell abzuhaken.

Im zweiten Satz erlangte die Burger Mannschaft ein spielerisches Übergewicht. Jeder dachte, endlich haben sich die Jungs freigespielt. Angriff auf Angriff brachte unter dröhnenden Anfeuerungsrufen die nötige spielerische Sicherheit. Die Mittelangreifer wurden besser bedient. Rene Fischer hatte ein tolles Händchen bei diesem Spiel. Ein Großteil seiner Angriffsaktionen brachte für die Burger Mannschaft Punkte. Burg konnte zum 1 : 1- Satzstand ausgleichen.

Es blieb spannend und keiner Mannschaft gelang es, sich abzusetzen. Bis zum zwanzigsten Punkt im dritten Satz blieb es eine enge Kiste. Die Aktiven beider Teams boten schon tolle Spielszenen und bei diesen hatte die Burger Mannschaft das glücklichere Ende für sich. Doch das Spiel der Burger Volleyballer war gegen Ende des dritten Satzes wieder ausrechenbar geworden und darauf stellten sich die Magdeburger geschickt ein. Harte Angriffsschläge von Alexander Behr erarbeiteten sich der USC-Sechser in der Feldabwehr und kam durch Abstimmungsfehler der Hausherren zu leichten Punkten. Die Landeshauptstädter führten 2 : 1.

Schlagabtausch auch im vierten Durchgang. Die Burger Volleyballherren versuchten das Spiel noch zu drehen. Es kam auch eine 20 : 18-Führung zustande. Nun " schwammen " die Gäste kurzzeitig, bekamen aber die Partie wieder im Griff. Weil die Burger Volleyballer die besten Möglichkeiten leichtfertig vergaben. Anstelle sich weiter abzusetzen konnte Magdeburg ausgleichen. Beim Stand von 23 : 23 konnte man noch auf einen guten Abschluss hoffen. Doch durch Konzentrationsfehler im Spielaufbau ermöglichte man dem Gegner zu punkten. So gab es statt Ausgleich einen 3 : 1-Erfolg für das Gästeteam.

Nicht gewonnen, aber für die Zukunft wertvolle Erfahrung gesammelt, das gilt für die Burger Volleyballer, die erstmals ein Pflichtpunktspiel in der Landesoberliga bestritten.

Trainerin Jessyka Postolla bilanzierte : " Es fehlt noch die Konstanz im Spiel. Die Blockarbeit ist ein Element, das im Spiel gegen USC Magdeburg nicht so funktionierte wie gewünscht. Außerdem sind wir im Angriff noch zu berechenbar. In einem insgesamt engen und guten Spiel setzten sich die Gäste am Ende wegen einer etwas größeren Stabilität, gerade in der entscheidenden Phase durch. Die Zuschauer waren Augenzeuge einer bravourösen Leistung beider Vertretungen. "

Burg : Sebastian Behr, Alexander Behr, Rene Fischer, Dirk Hagendorf, Paul Meyer, Olaf Prellwitz, Michael Nagel, Dennis Raab, Jörn Malter und Frank Gellert.