Union Heyrothsberge präsentiert sich weiter von der Rolle. Am Sonnabend verlor Union in der Fußball-Landesklasse 2 gegen den bislang sieglosen SV Seehausen zu Hause sage und schreibe 1 : 4 ( 0 : 2 ).

Heyrothsberge ( tvö ). Die Gastgeber waren sich ihrer Aufgabe an diesem Spieltag bewusst und wollten den bislang sieglosen Gast keinesfalls unterschätzen. Mit einem Sieg wollte Union sich im gesicherten Mittelfeld einreihen. Aber weit gefehlt, denn die Gäste aus der Börde kamen zu einem verdienten Sieg gegen eine enttäuschende Union-Elf.

Die Gastgeber mussten wieder mit einer veränderten Startformation antreten. In der 3. Minute hätte es nach Ecke fast den Führungstreffer für Union gegeben, doch nach abgewährtem Beyer-Kopfball ließ Daniel Ziemann die gute Möglichkeit im Nachschuss gegen den relativ kleinen Torhüter der Gäste aus.

Kurze Zeit später dann das erste Achtungszeichen des SV Seehausen, der sich nach und nach mit einfacher Spielweise eine Chance nach der anderen erarbeiteten. Da muss man sich die Frage stellen, was war mit der Heyrothsberger Mannschaft los ? Von der einstige Stärke im Abwehrbereich war nichts zu sehen, auch wenn es im Aufgebot Veränderungen gab. Es war schon beängstigend, wie die Gäste zum Toreschießen eingeladen wurden. Zweimal bedankte sich Ferl für diese großzügige Gesten. Nun zog sich die Unsicherheit durch das gesamte Spiel und Union bekam nichts mehr auf die Reihe.

In Hälfte zwei stellte Union um, der Abwehrbereich sollte stabilisiert werden. Ziel war es, so schnell wie möglich den Anschluss herzustellen. Der gelang Benjamin Beyer nach Ecke von Robert Arndt in der 53. Minute. Der Jubel war noch nicht verstummt, da hieß es eine Minute später nach fahrlässigem kollektiven Aussetzer 1 : 3, wobei der Stürmer der Gäste völlig unbedrängt den Ball einschob. Das nagte an der Moral, denn solche Fehler zu einem solchen Zeitpunkt sind nicht wieder gutzumachen. So sehr sich die Platzbesitzer auch mühten, es kam nichts dabei heraus. Keine Spielgestaltung, dazu im Offensivbereich ohne Durchsetzungsvermögen, es gelangen die einfachsten Sachen nicht mehr.

Union musste sogar den vierten Treffer durch Gäste-Kapitän Nicolai hinnehmen, der im Mittelfeld seine Fäden zog, wie es ihm beliebte. Union-Torhüter Laurisch bewahrte die Gastgeber in der Schlussphase vor Schlimmeren.