Niegripp ( mihu ). Zwei unterschiedliche Halbzeiten, fehlende Kaltschnäuzigkeit und clevere Gäste besiegelten mit dem 2 : 5 ( 1 : 4 ) gegen den Stegelitzer SV die erste Saisonniederlage für Niegripp II.

Dass Hätte, Wenn und Aber keine Punkte bringt, zeigte das Gastspiel des Stegelitzer SV am Alten Kanal in Niegripp. Es ist also belanglos, wie das Spiel ausgegangen wäre, hätte Maximilian Wöhler bereits in der dritten Minute nicht seinen Meister in Keeper Stefan Appel gefunden, sondern die favorisierten Stegelitzer kalt erwischt. Kaum geschockt von der ersten Möglichkeit des Spiels drückten die Gäste dem Spiel ihren Stempel auf. Dominant, kontrolliert und effektiv wurde das Spiel gemacht und die Chancen genutzt, was der jungen Niegripper Mannschaft unübersehbar zu schaffen machte. Ohne Ordnung und vielleicht auch etwas zu " grün " ließ man die Gäste leichtfertig gewähren und so schossen Kay Kasper und Stefan Diestau mit jeweils zwei Treffern eine komfortable 4 : 0-F ührung heraus, ehe Wöhler fünf Minuten vor der Pause auf 1 : 4 verkürzte.

Die zweite Halbzeit ergab ein völlig anderes Bild. Niegripp schien verstanden zu haben, was die Trainer von ihnen verlangten, Stegelitz schien das Spiel lediglich über die Bühne bringen zu wollen.

Nun baute Niegripp das Spiel besser auf, fand seine Ordnung und erarbeitete sich Chancen. Logische Folge des druckvollen Spieles war das 2 : 4 durch Christoph Ackmann. Nur zwei Minuten später hätte nach einem Konter das 3 : 4 fallen müssen, aber allein vor dem imposant auftretenden Gästekeeper versagten Wöhler die Nerven.

Der Ärger über die vergebene Chance dauerte nicht lange und man fand schnell zurück ins Spiel. Von Stegelitz war fast nichts mehr zu sehen und es ging fast ausschließlich in eine Richtung. Die nächste gute Gelegenheit ergab sich für Ackmann, der sich mit einem Dribbling an der Strafraumkante durchsetzte und nur noch Appel vor sich hatte. Dieser parierte auch hier wieder prächtig, konnte aber die zweite Chance für Ackmann nicht verhindern, allerdings landete der Nachschuss weit über dem Tor. So kam es, wie es kommen musste, wenn man seine Chancen nicht nutzt, Stegelitz machte den Sack zu und erhöhte durch den kurz zuvor eingewechselten Andre Baumann auf 2 : 5. In diesem über weite Strecken schnellen Spiel zeigte sich, dass ordentlicher Fußball nur in der zweiten Halbzeit nicht ausreicht, um ein Spiel siegreich bestreiten zu können.

Niegripp II : Heilmann – Lauer ( 85. Hucke ), Viebig, Lapke ( 72. Komin ) – Vinzelberg, Neugebauer, Kurras, Damczyk, Ackmann – Wöhler, Licharew ( 69. Barsch )

Stegelitz : Appel – Riedelbauch, Hannemann, Stöwesand – Schulze ( 50. Dinter ), Kasper, Richardt, Spiegler, Gerlach – Saage ( 67. Franke ), Diestau ( 81. Baumann )