Niegripp ( jwu ). Nach drei verlorenen Heimspielen muss man in Niegripp wohl von einem Fehlstart in die neue Saison der Fußball-Landesklasse sprechen. Leider konnte Blau-Weiß auch am Sonnabend nicht den Bock umstoßen und verlor gegen einen keineswegs übermächtigen Haldensleber SC II mit 1 : 2 ( 1 : 1 ).

Die erste Viertelstunde verlief ausgeglichen und ohne nennenswerte Torchancen. In der 18. Spielminute hatte Niegripps Sebastian Küßner die erste gute Einschussmöglichkeit, als er per Doppelpass mit Marcus Schlüter freigespielt wurde, aber aus Nahdistanz nur das Außennetz traf. In der 25. Minute hatten die Gäste ihre erste Chance, aber Torjäger Nico Klockenmeier schoss freistehend über das Tor. Die nächste Niegripper Torchance hatte Fabian Mlynek, dessen Diszanzschuss der HSC-Keeper Matthias Ranzinger gerade noch zur Ecke lenken konnte. Aber drei Minuten später fand er nach einem Eckball in Niegripps Martin Prost seinen Meister, der einen abgefälschten Ball im Tor unterbrachte.

Schade, dass die Gastgeber nicht mit mehr Entschlossenheit auf das zweite Tor spielten. Stattdessen ließen sie den Gästen Räume im Mittelfeld, standen zu tief in der Abwehr und wollten den dünnen Vorsprung wohl über die Zeit retten. Das rächte sich in der 44. Minute, als Klockenmeier aus elf Metern ausglich.

Nach der Pause hatten die Gäste die erste Chance zur Führung, aber bei einem Konter in der 50. Minute waren sich drei Haldensleber nicht einig. Drei Minuten später hatte Niegripps Angreifer Paul Sandmann den Führungstreffer auf dem Fuß, doch seinen Schuss parierte Torwart Ranzinger. Aus der folgenden Ecke entsprang die nächste Chance der Platzbesitzer. Doch der Kopfball von Thomas Böttcher ging an die Latte ( 54. ). In der Folgezeit verflachte das Spiel. Beiden Teams fiel im spielerischen Bereich nicht mehr viel ein, so dass ein konstruktiver Spielaufbau nicht erkennbar war. Niegripp fiel nur noch einmal in der Offensive durch einen Freistoß von Christian Schönfeld auf, den der Gäste-Keeper aber souverän entschärfte ( 70. ). Die Gäste nutzten vier Minuten später eine Einschussmöglichkeit nach Eckball zum 1 : 2, als Micheal Jakobs am langen Pfosten frei stand. Nach diesem Schock waren die Gastgeber nicht mehr in der Lage, das Spiel noch zu drehen. Jetzt gilt es, in Ruhe weiter zu arbeiten, die Fehler der letzten drei Wochen zu analysieren und nicht schon alles in Frage zu stellen.