Güsen ( ghc ). Dieser Start in die neue Saison der Handball-Oberliga ging für den Güsener HC in die Hose. In einer torreichen Partie unterlag der GHC zu Beginn seiner zweiten Saison in Sachsen-Anhalts höchster Spielklasse am Sonnabend bei Friesen Frankleben mit 36 : 43 ( 13 : 20 ). Grund für diese Niederlage in einem überaus torreichen Spiel war eine katastrophale Chancenverwertung besonders in der 1. Halbzeit. Was sich die Gäste an diesem Tag an technischen Fehlern leisteten, ging deutlich über die berühmte Hutschnur.

Nach dem 1 : 1 gerieten die Gäste beizeiten in Rückstand, lagen nach gut zehn Minuten 5 : 11 im Hintertreffen. Kurz vor der Pause betrug der Rückstand beim 12 : 19 bereits sieben Treffer.

Für Trainer Peter Arndt tendierte die Anzahl der ausgelassenen hundertprozentigen Torchancen in der 1. Halbzeit rein mathematisch gesehen fast gegen unendlich. Lediglich der Halbzeitpfiff bereitete dem Schrecken auf dem Parkett ein Ende.

Im zweiten Abschnitt rannten die Güsener immer einem größeren Rückstand hinterher, der beim 17 : 26 nach knapp 40 Minuten bereits neun Tore betrug.

Wer mit seinen Torchancen so schludert, der wird in der Oberliga dafür knallhart bestraft. Frankleben brauchte nur auf die Güsener Abschlussfehler warten, um per Konter erfolgreich abzuschließen.

Franklebens Trainer Leopold schloss sich vorbehaltslos der Meinung an, dass die Güsener auswärts gewonnen hätten, wenn sie nur jede dritte der ausgelassenen Chancen genutzt hätten. Doch der Angriff des GHC war im Bus sitzen geblieben. Ein Sachverhalt, der sich in den nächsten Spielen nicht wiederholen darf.

So gesehen geht der Sieg der Friesen in Ordnung. Die volle Konzentration der Güsener gilt nun dem ersten Heimspiel am kommenden Samstag gegen Calbe. Die TSG verlor zu Hause gegen Aufsteiger Radis und steht damit schon unter Erfolgsdruck. Die Güsener wollen sich jedenfalls vor den eigenen Fans anders präsentieren und zu Hause punkten.

Güsen : Ch. Bretschneider, Beyer - K. Haßbargen 10, B. Bretschneider, Eichner, Steinbrecher 5, Buchheister 1, C. Beyer, Ch. Haßbargen 5, Müller 4, R. Klewe 10, Geue, Salomon, St. Bretschneider 1