Parey l Nach der vorübergehenden Tabellenführung in der Landesliga I mussten die A-Jugendfußballer der Spielgemeinschaft Elbekicker Parey/Brettin die erste Saisonniederlage hinnehmen. Im Heimspiel vom Sonntag gegen Viktoria Uenglingen hieß es trotz einer klaren Überlegenheit 0:1 (0:1).

Mit beachtlichen 14 Spielern ging am Dienstag wie gewohnt das Mannschaftstraining in Parey über die Bühne. Doch die Ausgangslage war diesmal eine andere. Zum ersten Mal musste das neuformierte Team eine Niederlage auswerten – mit entsprechend ambivalenten Gefühlen wie Trainer René Bonitz aus dem Gespann mit Joachim Greisner verriet: „Dass es irgendwann passieren musste und sicher in Zukunft noch das ein oder andere Mal passieren wird, war uns klar. Insofern war der Sonntag auch kein Beinbruch. Acht Spiele, nur eins verloren – das ist nach wie vor eine super Bilanz. Nur waren sich eben auch alle einig darüber, dass die Niederlage komplett unnötig war.“

Hauptmanko war am Sonntag das Offensivspiel. Gegen enorm tiefstehende Stendaler fand die Spielgemeinschaft einfach nicht das richtige Mittel. „Vor dem Spiel wurde noch einmal darauf hingewiesen, dass wir über die Außenbahnen zum Erfolg kommen wollten. Nur umgesetzt haben wir das eben nicht.“

Stattdessen führte der Weg bereits in der ersten Halbzeit oftmals durch das zu dicht gestaffelte Zentrum. So versuchten die Elbekicker oftmals sprichwörtlich mit dem Kopf durch die Wand zu gehen, stießen ihn sich aber ebenso oft am gegnerischen Abwehrbollwerk an. „Dazu kamen zu unsaubere Pässe, so dass viele Angriffe ins Nichts führten“, bemängelte der Coach. Nachdem bei drei eigenen Gelegenheiten die Genauigkeit im Abschluss fehlte, konterten sich die Gäste nach 40 Minuten in den Spg.-Strafraum vor, konnten nur noch durch ein Foul gestoppt werden und legten durch den fälligen Elfmeter zur Pause eine schmeichelhafte 1:0-Führung vor.

In der zweiten Hälfte wurde auch das Fehlen von fünf Stammkräften, die entweder verletzt oder für die Männermannschaften von Brettin/Roßdorf und Bergzow im Einsatz waren, zum Faktor. Impulse, die das flügellahme Spiel beleben, konnte das Trainerduo so nicht von der Bank aus setzen. Kaum nennenswerte Chancen wurden nicht genutzt und die erste Saisonpleite war besiegelt. „Das wirft uns aber nicht zurück. Im nächsten Heimspiel gegen Kuhfelde (Sonntag, 30. Oktober; Anm.d.Red.) fehlen uns sicher auch noch ein paar Alternativen, aber im Spitzenspiel gegen Osterburg sollte es dann anders aussehen“, blickte Bonitz optimistisch voraus.
Parey/Brettin: Karl Niklas Temme – Marvin Wahl, Luca Lindemann, Tobias Franke, Maximilian Müller, Robert Döbberthin, Aaron Nethe, Navedullah Wahabzada (46. Max Fleischer), Florian Mittag, Philip Kohlberg, Kevin Kurths
Tor: Tim Arndt (40., FE); SR: Detlef Mittelstädt (Gommern); ZS: 30