Güsen l Zum 13. Spieltag der Verbandsliga Nord kann der Güsener HC heute ab 17 Uhr eine beachtliche Hinrunde mit einem Sieg über Tabellenschlusslicht FSV 1895 Magdeburg abrunden. Trainer Thomas Lepper muss seit langem mal wieder auf drei Spieler verzichten, vertraut aber in die Qualität seines großen Kaders.

Sportler und ihre Verletzungen, ein leidiges und nie enden wollendes Thema. Am häufigsten trifft es Knochen, Muskeln und Gelenke in den Beinen. Das wäre für Handballer schon eine schlimme Sache, da der Sport eine hohe läuferische Präsenz fordert. Am schlimmsten ist es jedoch, wenn die Verletzung die Achillesferse eines jeden Handballers trifft: die Hände, neben dem Spielball wohl das zweitwichtigste „Arbeitsgerät“ eines Handballers. Mit diesem Leid muss sich Christian Haßbargen vom GHC in den nächsten Wochen auseinandersetzen. Der Rückraumspieler hat sich unter der Woche zwei Finger gebrochen und fällt für lange Zeit aus. Bisher hatte Güsen Glück mit den Verletzungen, nun hat es einen wichtigen Leistungsträger erwischt. Thomas Lepper, gibt sich dennoch optimistisch. „Wir können den Ausfall, so tragisch er ist, gut kompensieren.“ Am Wochenende, wenn Güsen Schlusslicht FSV Magdeburg empfängt, wird Martin Müller den verletzten Haßbargen ersetzen.

Die Frage nach dem Favoriten ist beim Blick auf die Tabelle schnell geklärt. Zum Vergleich: Güsen ist mit 20:4 Punkten derzeitiger Zweiter und hat in der laufenden Hinrunde nur zwei Spiele verloren. Gegen Westeregeln riss zuletzt eine Serie von neun Siegen in Folge. Die Landeshauptstädter können davon nur träumen. Ein Sieg aus zwölf Spielen lautet die magere Bilanz des FSV. Auf die leichter Schulter nehmen wollen Lepper und seine Mannschaft den Außenseiter dennoch nicht. „Obwohl wir noch nie gegen sie verloren haben, waren das stets schwere Spiele. Die FSV‘ler liegen uns einfach nicht besonders gut. Ein Selbstläufer ist daher ausgeschlossen.“ An der Einstellung ändert das trotzdem nichts. Alles andere als ein Sieg wäre für den GHC eine herbe Enttäuschung - und gleichzeitig ein Dämpfer gegenüber Osterburg im Kampf um den Spitzenplatz in der Verbandsliga Nord. Der Tabellenführer muss im Parallelspiel bei Glinde ran, dem Vierten der Liga. Vielleicht klappt es dieses Mal mit dem Ausrutscher; Lepper und Co. hoffen zumindest darauf.