Lostau l Beim Abbau der Spielfeldbegrenzung, beim Zusammenschieben der Tore, als aus Gegenspielern wieder Vereinskollegen wurden, da hat Markus Rogge lieber noch einmal nachgefragt: „Ihr habt alles gewonnen, oder?“ Ja, das hatten Rüdiger Czarnetzki und Denny Schwiesau am Sonnabend. Mit maximal möglichen zwölf Punkten aus vier Spielen „war das ziemlich optimal“ für die erste Oberliga-Mannschaft der Lostauer Radballer, wie Czarnetzki bestätigte. „Auch wenn wir uns hier und da noch ein bisschen schwer getan haben.“ Und das lag zu einem sehr großen Teil an Markus Rogge und dessen Bruder Nicky.

Mit dem vereinsinternen Duell „LO1“ gegen „LO2“, wie es die Anzeigetafel im Lostauer Sportpark ausgewiesen hatte, nahm diese 2. Oberliga-Runde noch einmal ein spannungsgeladenes Ende. Erst 50 Sekunden vor der Schlusssirene fand Schwiesau die Lücke zwischen den beiden Rädern des Bruderpaars und traf zum 4:3. Der letzte Ballbesitz landete im Fangnetz hinter dem Tor und konnte demnach auch nicht an der bislang makellosen 24-Punkte-Saisonbilanz des Zweitliga-Absteigers kratzen.

Eindeutiger als im Schlussakt ging es da schon in den anderen Begegnungen zu. Da Colbitz I wie schon zur Auftakt- runde nicht anreiste, war allen drei Lostauer Teams sowie den beiden Mannschaften aus Sangerhausen zumindest ein glatter 5:0-Erfolg gewiss. Czarnetzki/Schwiesau ließen drei klare Siege folgen. Dagegen unterlagen Rogge/Rogge den Sangerhäuser Junioren, die sich mit dem frischgebackenen Junioren-Europameister Max Rückschloss verstärkten, mit 3:7, rangen allerdings die eigene dritte Mannschaft mit 5:3 nieder.

Auch der Wiederaufsteiger in der Besetzung Benjamin Biedermann/Andreas Wünsch nahm die Aufgabe in eigener Halle ausgesprochen ernst. Das belegten nicht nur zwei Gelbe Karten gegen Wünsch in den Partien gegen Lostau II und Sangerhausen I, sondern auch ein 2:2-Remis gegen die „jungen Wilden“ und ein 6:2-Sieg gegen die Reserve der Rosenstädter. Kleine Meilensteine auf dem Weg zum Klassenerhalt.

Ganz anders liegen natürlich die Ambitionen von Czarnetzki und Schwiesau, die sich in eine gute Ausgangslage für die 3. Runde am Sonnabend, 17. Dezember, brachten. Dann kommt es im Hallenser Osten zum erstmaligen Saison-Kräftemessen mit dem ärgsten Verfolger Reideburg II. „Unser Angstgegner, gegen den wir zuletzt häufig blass ausgesehen haben. Aber wenn wir den augenblicklichen Schwung mitnehmen, ist ein Unentschieden oder Sieg drin“, so Czarnetzki. Denn auch wenn erst am Ende der sechs Runden abgerechnet wird, „sind wir bislang gut dabei“. Um nicht erneut zu sagen: ziemlich optimal.