Es ist nicht alltäglich, dass ein 16-Jähriger gleich vier Sportarten auf einmal betreibt. Aaron Riep aus Jübar ist allerdings eine wahre Sportskanone, spielt Fußball, Tennis, Tischtennis und Volleyball. "Ballsportarten liegen mir eigentlich", verrät der junge Westaltmärker.

Jübar l Sein Hauptaugenmerk legt Aaron Riep aktuell auf den Fußball. Aber auch im Tennis, wo er bereits im Männerbereich aktiv ist, gibt der 16-Jährige eine gute Figur ab. Im Tischtennis und Volleyball ist derzeit lediglich Training angesagt.

Sportlich aktiv ist Riep bereits seit seinem sechsten Lebensjahr. Damals startete er in der G-Jugend des FC Jübar/Bornsen seine Fußballerkarriere und hörte auf die Kommandos von Trainer Gerald Schulz. Der entdeckte schnell Aarons Talent als Torhüter und stellte den heute 16-Jährigen zwischen die Pfosten. Bis zur C-Jugend war der Jübarer bei seinem Heimatverein als Keeper aktiv, dann wurde er zum Verteidiger umgeschult. Doch wie ist Riep überhaupt zum Fußball gekommen? "Durch meinen Vater", verrät der Schüler der zehnten Klasse des Beetzendorfer Gymnasiums. Bert Riep trainierte seinen Sohn übrigens auch in der B-Jugend beim FC. "Es macht einfach Spaß, ich spiele gern in einem Team", drückt Aaron Riep seine Fußballbegeisterung aus. Mit den C-Junioren des FC Jübar/Bornsen feierte Riep 2010/2011 sogar den Kreispokalsieg.

Mittlerweile aktiv für FC Ohretal in Niedersachsen

Als es in Jübar allerdings im B-Junioren-Bereich keine Mannschaft mehr gab, wechselte der Westaltmärker 2012 zur SG Jahrstedt/Kusey. Dort war Aaron Riep eine Saison lang unter der Leitung von Trainer Mirko Hanner in der Kreisliga aktiv. Mittlerweile schnürt der Jübarer zusammen mit seinem alten Weggefährten Sascha Fohlenweider seine Schuhe für die B-Jugend des FC Ohretal in der Kreisliga Gifhorn. "Ich wollte mich sportlich weiterentwickeln. Fußballerisch nimmt sich das nicht so viel, allerdings sind die Leistungen der Schiedsrichter in Sachsen-Anhalt aus meiner Sicht besser", vergleicht der 16-Jährige die beiden Kreise miteinander. Ohretal soll für Aaron, wie er selbst zugibt, nur eine Zwischenstation sein. Ab der kommenden Spielzeit möchte Riep möglichst für die Herren des FC Jübar/Bornsen in der Kreisoberliga spielen und damit zu seinem Heimatverein zurückkehren. "Ich habe dort bereits mehrfach mittrainiert und wurde gefragt, ob ich dann auch, wenn ich soweit bin, mitspielen würde", verrät der Youngster.

Der startete 2013 seine Laufbahn als Schiedsrichter. Zur Bereitschaft gebeten wurde Riep von Gerald Schulz. Bei von Schulz trainierten Nachwuchsmannschaften des FC hatte der Jübarer schon zuvor mehrere Begegnungen gepfiffen und Gefallen daran gefunden. Nach Fortbildung und abgeschlossener Prüfung darf der 16-Jährige mittlerweile Partien bis hin zur Kreisliga der Männer selbst leiten. "Das macht mir schon seit jeher viel Spaß", verrät der Westaltmärker selbst. "Spielen und Schiedsrichtern nehmen sich von Zeit und Aufwand her wenig", verrät der Schüler, der am Wochenende auf vielen Sportplätzen unterwegs ist - entweder als Spieler oder Referee.

Beim TV Jübar bereits bei den Männern aktiv

Doch auch in der Woche kommt Aaron Riep eher selten zur Ruhe. Bereits am Montag steht Fußballtraining mit Ohretals B-Junioren auf dem Programm. Auch am Mittwoch und Freitag hält sich Riep fußballerisch fit. Am Donnerstag hingegen ist Tennistraining angesagt. Dort spielt der Youngster bereits im Punktspielbetrieb bei den Männern des TV Jübar in der Kreisliga. "Bereits mit 15 habe ich dort angefangen", erklärt der Jübarer, der in Zukunft gern höherklassig spielen würde. Christoph Meyer, selbst Mitglied beim TVJ, erkundigte sich nach der Bereitschaft des Youngsters, der nach einigen Trainingseinheiten voll einstieg. Wenn es draußen zu kalt für Tennis ist, gehen die Cracks in die Halle. Dort kam ihnen die Idee, mal die Sportart Tischtennis auszuprobieren. Das funktionierte dann sogar so gut, dass zur kommenden Saison eine neue Sparte in Jübar eröffnet werden soll. Auch dort möchte Aaron Riep mitwirken.

Möglich, dass man den 16-Jährigen in Jübar auch bald als aktiven Volleyballer erlebt. Wenn die FC-Volleyballer am Sonntag trainieren, ist Riep häufig mit dabei. "Die Sparte hat neue Spieler gesucht und ich bin dann einfach mal zum Training gegangen. Allerdings muss ich sehen, ob das für mich auf Dauer mit der Schule vereinbar ist", verrät der Westaltmärker, der auf zirka 15 Stunden Sport pro Woche kommt. Doch genug hat Aaron Riep scheinbar noch lange nicht.