Zum letzten Mal in dieser Saison betreten die Mannschaften der Fußball-Landesklasse, Staffel I, morgen den Rasen. Am 30. Spieltag gibt es ein westaltmärkisches Derby, der FSV Heide Letzlingen ist Gastgeber für den SV Eintracht Salzwedel.

Salzwedel l Für den SV Liesten 22 und den SV Eintracht Salzwedel ist es übrigens nicht der Pflichtspielabschluss, denn diese beiden Teams stehen sich noch am 14. Juni im Salzwedeler Seelenbinder-Stadion im Kreispokalfinale gegenüber. Daher will sich das Duo möglichst auch noch auf das Endspiel einspielen. Während die Eintracht morgen um 15 Uhr ihre Visitenkarte in Letzlingen abgibt, sind die Liestener zu Gast beim SV Medizin Uchtspringe. Heimaufgaben zu lösen haben außerdem die beiden Absteiger Diesdorfer SV (SG Blau-Weiß Neuenhofe) und VfL Kalbe/Milde (Haldensleber SC II), während der SSV 80 Gardelegen die Reise zum FSV Havelberg antreten muss.

FSV Heide Letzlingen - SV Eintracht Salzwedel 09 (SR: Daniel Feist). Beide Regionsvertreter haben ihr Saisonziel einstelliger Tabellenplatz fast erreicht. Während allerdings die Letzlinger möglichst ihren vierten Tabellenplatz verteidigen wollen, mit einem Auge sogar noch auf Rang drei schielen, hat sich auch die Eintracht aus der Kreisstadt noch eine Platzverbesserung auf die Fahnen geschrieben. "Ich sehe die Chancen bei 50:50, die beiden Teams befinden sich auf Augenhöhe", schätzt Heide-Trainer Dieter Förster ein. Der freut sich auf das Saisonabschlussspiel gegen seinen Ex-Verein und auf seinen ehemaligen Schützling Marko Trostmann, den er einst in der Hansestadt aus der A-Jugend in den Herrenbereich holte. "Wir haben unter diesen Voraussetzungen eine sagenhafte Saison gespielt, wollen den Salzwedelern aber mit viel Kampf entgegentreten", so Förster, der auf Martin Bens, Matthias Reps, Christopher Schürz und Marcel Grabau verzichten muss. In der kommenden Woche wünscht der Letzlinger Coach der "jungen und ehrgeizigen" Eintracht den Pokalerfolg.

Apropos Pokal: Für das Endspiel am nächsten Sonnabend gegen Liesten wollen sich die Salzwedeler noch zusätzliches Selbstvertrauen holen. "Zwar ist das für uns kein Freundschaftsspiel, doch das Duell steht schon unter den Sternen des Pokalfinals", verrät SVE-Trainer Burghardt Schulze. Somit beginnt auch der Kampf um die Startplätze im Endspiel. Nicht empfehlen können sich die allesamt verletzten Maximilian Müller, Mario Heinicke, Christian Minkus und Stefan Schmidt sowie womöglich auch Christian Tiedge. "Spielerisch sah es gegen Goldbeck (3:1/Anm. der Redaktion) schon wieder besser aus. Wir wollen gegen Letzlingen endlich mal wieder gewinnen und uns möglichst in der Tabelle noch verbessern", ergänzt Schulze. Der schätzt den Kontrahenten in der Offensive stark ein und sieht ihn auf Augenhöhe mit der eigenen Mannschaft.

SV Medizin Uchtspringe - SV Liesten 22 (SR: Marcel Hosenthien). Neben dem Pokalsieg in einer Woche haben sich die Liestener auch noch eine Verbesserung des Tabellenplatzes vorgenommen. Der aktuelle achte Rang ist für die Mannen um Spielertrainer Lucas Bresch als Titelverteidiger nicht zufriedenstellend. "Wir wollen zumindest nicht verlieren, auch wenn man sagen muss, dass Uchtspringe derzeit personell besser besetzt ist als wir", so SVL-Mannschaftsleiter Dietrich Timm. "Im Vordergrund steht natürlich das Einspielen auf das Pokalfinale, zudem hoffe ich, dass sich keiner verletzt", erklärt Timm. Den Punkt zuletzt beim 3:3 gegen Tangerhütte sieht der Liestener Mannschaftsleiter als "verdient" an. Er hofft, dass seine Elf an die dort in der zweiten Hälfte gezeigte Leistung anknüpfen kann. Gegen die Mediziner, die von Rang zwei nicht mehr zu verdrängen sind, fehlt Marian Falkenhagen privat verhindert, der Einsatz von Sebastian Thees ist noch mit einem Fragezeichen versehen.

FSV Havelberg - SSV 80 Gardelegen (SR: Rüdiger Meier). Thorsten Ebeling nimmt zum vorerst letzten Mal auf der Trainerbank des SSV Platz. Und der Coach der Rolandstädter möchte sich beim Rangdritten in Havelberg mindestens mit einem Remis verabschieden. Zudem wünscht sich Ebeling, dass sein Schützling Marco Schönfeld die Führung in der Torschützenliste verteidigt. "Dafür müssen wir seinen Verfolger Markus Bröker ausschalten", weiß der Gardelegener Trainer. Im Hinspiel lagen die Westaltmärker bereits mit 0:3 hinten, um am Ende noch mit 5:3 zu gewinnen. "Die Havelberger haben mit Sicherheit noch eine Rechnung mit uns offen. Wir stellen uns auf einen heißen Tanz ein", so Ebeling. Personell sieht es im Gardelegener Lager nicht gerade rosig aus, fallen doch Arnold Schulze, Daniel Burkardt, Daniel Leberecht, Kay Pennigstorff, Rafael Gritzner und Hannes Malek allesamt aus. Dennoch würden sich die Rolandstädter etwas Zählbares wünschen, um zum einen die Stimmung auf der anschließenden Saisonabschlussfeier auf der Rieselwiese zu heben und zum anderen vielleicht doch noch einen einstelligen Tabellenplatz zu erreichen.

Diesdorfer SV - SG Blau-Weiß Neuenhofe (SR: Bernd Manecke). Nach wie vor haben sich die Diesdorfer den drittletzten Platz zum Ziel gesetzt, den sie auch noch in der eigenen Hand haben. Zwar kam Verfolger Haldensleber SC II, gegen den die Elf von Trainer Jörg Kleiner in der Vorwoche mit 0:2 verlor, auf einen Punkt an die Westaltmärker heran, doch mit einem Sieg - möglicherweise sogar mit einem Remis, falls die HSC-Reserve in Kalbe nicht gewinnt - gegen die Blau-Weißen, die auf Rang elf auch noch auf einen einstelligen Tabellenplatz schielen, hätte der DSV Rang 14 in der Tasche. Der bereits feststehende Absteiger aus Diesdorf möchte sich vor eigenem Publikum mit einem Sieg in Richtung Kreisoberliga verabschieden. Coach Kleiner muss im Vergleich zur Vorwoche einige Akteure ersetzen, dennoch sind seine Schützlinge gegen Neuenhofe nicht chancenlos. Mit kämpferisch starken Auftritten haben die Diesdorfer daheim schon einigen Kontrahenten die Zähne gezogen.

VfL Kalbe/Milde - Haldensleber SC II (SR: Norbert Möllmann). "Zuletzt haben wir uns einiges vorgenommen, doch es ist nur wenig gelungen", ist VfL-Trainer Denis Mertens teilweise schon der Verzweiflung nahe. In den vergangenen beiden Partien gegen Liesten (1:8) und in Uenglingen (1:7) kassierten die Mildestädter 15 Gegentreffer. Natürlich zu viele aus Sicht der Kalbenser. Deswegen soll gerade die Defensive diesmal sicherer stehen. "Wir wollen zu Hause unseren eigenen Fans noch einmal zeigen, dass wir kämpfen und uns erhobenen Hauptes in die Kreisoberliga verabschieden", so Mertens. Den Gegner aus dem Bördekreis kann der VfL-Übungsleiter schwer einschätzen, weil er fast Woche für Woche in anderer Besetzung aufläuft. "Vielleicht ist das aktuell noch der Gegner, der uns am gleichwertigsten ist", schätzt Mertens vor dem Duell des Rangvorletzten (HSC II) mit dem Schlusslicht (Kalbe) ein. Womöglich stehen auf Seiten der Platzherren alle Akteure zur Verfügung, lediglich der Einsatz von Marcus Grieger ist noch fraglich.