Salzwedel l Chancen hatten sie genug, doch Pech, eigenes Unvermögen und Schlussmann Sebastian Pönitz standen einem oder sogar mehr möglichen Salzwedeler Treffern im Weg. Die Elf von Trainer Burghardt Schulze trauerte am Ende speziell den in der ersten Hälfte vergebenen Möglichkeiten hinterher. Hätte sie die nämlich genutzt, hätte sie gegen den zwei Klassen höher angesiedelten Kontrahenten durchaus die zweite Runde erreichen können. Doch Sangerhausen wusste sich nach dem Seitenwechsel zu steigern. Dabei machte sich auch die Systemumstellung von Coach Martin Kinast, dem einige Stammspieler fehlten, bezahlt.

In den Anfangsminuten hatten die Gäste etwas mehr vom Spiel, ohne aber wirkliche Torgefahr auszustrahlen. Lediglich in Minute zwei musste Dennis Röhl im kurzen Eck aufpassen, als Tom Dziony abgezogen hatte. Dann allerdings kippte das Spiel. Die gastgebende Eintracht zeigte sich mutig, einsatzfreudig und kämpferisch und riss das Geschehen an sich. Wäre sie auch noch genauso kaltschnäuzig gewesen, hätte sie die Partie durchaus vor dem Kabinengang zu ihren Gunsten entscheiden können. Den ersten Warnschuss gab Christian Tiedge ab, der aber genau in den Armen von Pönitz landete (11.). Zwingender wurde es eine Minute später, als Kapitän Gregor Roth die Kugel im kurzen Eck unterbringen wollte, was Pönitz mit gutem Einsatz aber verhinderte. Tiedge (16.) traf zudem das Außennetz, Roth (26.) setzte sich nach einem Röhl-Abschlag gut durch, scheiterte aber im kurzen Eck am VfB-Schlussmann. Ein weiteres Mal war Salzwedels Spielführer nach Zuckerpass von Philip Müller frei durch, doch Sebastian Pönitz ließ sich von ihm nicht umspielen (31.). Ähnlich erging es Tiedge, der ebenfalls am guten Pönitz (45.) scheiterte. Dagegen zu setzen hatten die Sangerhäuser lediglich einen Freistoß von Lars Timpe (15./drüber) und Schüsse von Robert Knopp (28./vorbei) und Steven Ebert (39./gehalten). Torlos wurden daher die Seiten gewechselt.

Auch zu Beginn des zweiten Abschnitts hielt Salzwedel mehr als achtbar dagegen. Auch wenn man allerdings merkte, dass den Gästen die Umstellung gut getan hatte und die Beine der Platzherren auch immer schwerer wurden. Dadurch wurde der Verbandsligist stärker. Gegen Dziony rettete Röhl stark (54.), auf der Gegenseite verfehlte Joey Krüger aus guter Position den Kasten (58.). Das Auslassen der Möglichkeiten sollte sich für die Eintracht nach knapp einer Stunde rächen. Aus spitzem Winkel platzierte Dziony das Spielgerät im langen Eck - 0:1 (59.). In der Folge wirkte es so, als hätte jemand den Stecker bei den Platzherren gezogen. Nicht nur spielerisch ging kaum noch etwas, sondern auch konditionell war die Schulze-Elf nach den harten Trainingseinheiten zuvor platt. So gehörte die letzte halbe Stunde dieser Partie dem Verbandsligisten. Der hätte durch Timpe (60.), der nach Hrivnac-Vorarbeit viel Freiraum genoss, aber an Dennis Röhl scheiterte, nachlegen können, wenn nicht gar müssen. Dziony scheiterte zudem an der Querlatte (72.). Besser machten es Stefan Hrivnac (73.) und Lars Timpe (81.), die ohne große Mühe auf 3:0 für den Favoriten aus Sangerhausen erhöhten. Der VfB steht zwar sicherlich nicht unverdient, aber doch mit einem blauen Auge in Runde zwei.

Torfolge: 0:1 Tom Dziony (59.), 0:2 Stefan Hrivnac (73.), 0:3 Lars Timpe (81.).

SR: Marco Peters (Langenapel).

Vorkommnisse: Keine.