Arendsee l Deutsche Meisterschaften und andere große Regatten gab es auf dem Arendsee in den letzten zehn Jahren einige. Die Internationalen Deutschen Meisterschaften (IDM) Laser ab Mittwoch werden die in den Schatten stellen. Nicht nur, dass deutlich mehr Starter gemeldet haben, auch die sportliche Wertigkeit ist bei dieser DM eine ganz besondere.

Der junge Arendseer Regattaverein (ARV) (2008) holt in diesem Jahr nach der IDM der H-Jollen das zweite seglerische Großereignis auf den See. Zu den Meisterschaften der Laser haben über 80 Sportler gemeldet. Sie werden in drei Klassen (Laser, Laser Radial Damen und Laser Radial open) an den Start gehen.

Am kommenden Mittwoch wird die IDM auf dem Gelände des ARV mit der Vermessung eröffnet. Die Wettfahrten beginnen am Donnerstag und sind am Sonntag beendet.

Für die Segler stehen neun Wettfahrten auf dem Programm. Anders als bei der IDM der H-Jollen, wird die neunte Wettfahrt als Medalrace (Medaillenrennen) ausgetragen.

Die besten zehn Segler aus den ersten acht Wettfahrten treten gegeneinander an. Das Ergebnis dieser letzten Wettfahrt geht doppelt in die Wertung ein und kann nicht gestrichen werden. Aus den ersten acht Rennen fällt das schlechteste Ergebnis aus der Wertung, um bei Bruch und Fehlstart noch Chancen zu lassen. Die Vielzahl der Meldungen stellt indes nicht nur die Veranstalter vom ARV vor logistische Probleme. Die Betten sind für die kommende Woche in Arendsee knapp.

Sportlich gesehen ist die IDM der Laser eine der wichtigsten Regatten in Deutschland. Bei den olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro gibt es Medaillen in zehn Segeldisziplinen. Zwei Klassen davon sind Laser und Laser Radial. Es ist nicht auszuschließen, dass ein zukünftiger Olympiastarter in Arendsee dabei ist. Am Start ist so auch Olympiateilnehmerin von 2012 Franziska Goltz aus Schwerin.

Vom gastgebenden ARV sind Tobias Barthel (darf als amtierender Meister auf der H-Jolle starten) und Andreas Roth am Start (Wildcard).