Halle/Kalbe l Nach dem wichtigen Auftaktsieg in der Vorwoche gegen den Magdeburger SV Börde (76:72) mussten sich die Kalbenser Oberliga-Basketballer am vergangenen Sonnabend dem Halleschen SC 96 - einem weiteren Spitzenteam der Liga - knapp mit 65:70 (34:33) geschlagen geben.

Allerdings hatten die Mildestädter erneut mit argen Personalsorgen zu kämpfen. Wieder konnte Spielertrainer Harald Lotsch nicht mitwirken und trat die Reise an die Saale gar nicht erst mit an. Damit aber nicht genug. Mit Gorski, Berck, Lohse und Czubkowski fehlten weitere vier Spieler. Dagegen hatten die Gastgeber - die vor der Saison ordentlich aufrüsteten - alles an Deck, was Rang und Namen hat. Dabei klingen jedem Basketballkenner Namen wie Meißner, Seifert, Fehse oder Heinrich wie Zucker in den Ohren. Der HSC legte auch los wie die Feuerwehr und holte sich Viertel Nummer eins mit 24:11 - der VfL schien richtig verhauen zu werden. Doch weit gefehlt. "Wir sind gut zurückgekommen, haben das Tempo verschleppt und nun gut gepunktet", so Aufbauspieler Christian Mehlicke. Der VfL konnte das Match bis zur Pause sogar drehen und ging mit einem knappen 34:33 in die Kabine.

Nach dem Wechsel blieb es spannend. Vor dem Schlussviertel stand ein 49:49 auf der Anzeigetafel. Die große Spannung hielt auch bis drei Minuten vor dem Ende an. Doch nach einem VfL-Fehlpass und einem krachenden Dunking von HSC-Akteur Peter Fehse waren die Messen gesungen. Da der VfL auch von der Freiwurflinie nicht mehr punkten konnte, ging das Match mit 65:70 verloren. "Wir haben aber große Moral bewiesen und uns nicht aufgegeben. Wir können auf diese Leistung aufbauen", so Mehlicke weiter.

VfL Kalbe/Milde: Eric Lange (11 Punkte), Daniel Günther (13), Christian Mehlicke (18), Konrad Drüsedau (4), Manuel Gericke (16) und Dan Schröder (3).