Langenapel l Die durchaus schwere Hürde SV Langenapel im Achtelfinale des Fußball-Kreispokals hat Landesklasse-Vertreter SV Eintracht Salzwedel am Sonnabend recht souverän überwunden. Die Elf von Trainer Burghardt Schulze setzte sich beim Tabellenführer der Kreisoberliga verdient mit 3:2 (3:1) durch.

Schulze war mit dem Auftritt seiner Mannschaft zwar nicht rundum zufrieden, aber dennoch froh, dass sie unter den besten Acht im Wettbewerb steht und damit weiter die Chance hat, ihren Titel zu verteidigen. "Ich hatte mir mehr erhofft. In der Anfangsphase haben wir gutes Pressing gespielt. Allerdings haben wir nach dem 2:0 damit aufgehört", so der Eintracht-Coach, der sich am Ende einen noch höheren Erfolg seiner Schützlinge gewünscht hätte. Der wäre auch durchaus möglich gewesen, denn den Hansestädtern gehörten im zweiten Durchgang die weitaus besseren Möglichkeiten. Doch sie schafften es einfach nicht, den Sack zuzubinden. "Wir haben heute drei Geschenke verteilt und es selbst versäumt, in der ersten Halbzeit unsere Chancen zu nutzen", resümierte Langenapels Coach Ronny Müller.

Die Platzherren waren zur Rotation gezwungen, fielen doch mehrere Leistungsträger aus. Von Beginn an entwickelte sich daher ein verteiltes, aber nicht unbedingt ansehnliches Spiel. Das Geschehen war umso mehr vom Kampf geprägt. Dabei leisteten sich speziell die gastgebenden Müller-Schützlinge ungewohnt viele Fehler. Einen solchen hätte Stefan Schmidt in Minute vier fast zur Führung genutzt, doch nach einem Patzer von Michael König scheiterte er am Pfosten. Besser machte es Schmidt sieben Zeigerumdrehungen später. Dort lupfte er das Leder an und versenkte es unhaltbar für König im langen Eck - 0:1 (11.).

Langenapel wurde fortan aktiver, doch die erste echte Möglichkeit konnte Toni Kretschmer nicht nutzen, nach Peters-Vorarbeit war Dennis Röhl zur Stelle (17.). Praktisch im Gegenzug nutzte Raik Zipperling einen König-Fehler und bescherte den Hansestädtern das 2:0 (18.). Dem SVL fehlte im Abschluss hingegen das nötige Glück. Einen Schuss von Andreas Beneke klärte Christian Tiedge per Kopf auf der Linie, der Nachschuss von Marcel Peters landete weit über dem Gehäuse (19.). Peters probierte es ein weiteres Mal - drüber (25.). Doch im dritten Versuch sollte Peters dann erfolgreich sein. Er setzte sich im Strafraum gut durch und überlistete Röhl im kurzen Eck - 1:2 (30.). Während Fred Neuling (38./knapp vorbei) den Ausgleich verpasste, erhöhte die Eintracht noch vor der Pause wieder auf 3:1 (41.). Stefan Schmidt verwandelte einen Handstrafstoß. Sein Kollege Gregor Roth machte wenig später auch noch Bekanntschaft mit der Querlatte (42.).

Während Langenapel nach Wiederbeginn zwar den Druck erhöhte, sich aber nicht kreativ genug zeigte, spielte der Landesklasse-Vertreter seine Konter meist nicht konsequent genug aus. Und wenn sich dann doch mal die Chance ergab, verhinderten entweder König oder das eigene Unvermögen die endgültige Entscheidung. Die verpassten Michael Schulze (53./vorbei), Philip Müller (64./gehalten) und Raik Zipperling (82./gehalten). Die einzige echte Möglichkeit für den SVL nach dem Seitenwechsel vergab indes Martin Müller, der in Röhl seinen Meister fand (87.).

Der Anschlusstreffer für die Müller-Elf fiel hingegen zu spät. Erst in der vierten Minute der Nachspielzeit versenkte Peters einen Foulstrafstoß sicher zum 2:3, doch wenig später beendete Schiedsrichter Andreas Kessler die Partie.

Torfolge: 0:1 Stefan Schmidt (11.), 0:2 Raik Zipperling (18.), 1:2 Marcel Peters (30.), 1:3 Stefan Schmidt (41./Handelfmeter), 2:3 Marcel Peters (90.+4/Foulelfmeter).

SR: Andreas Kessler (Jübar/Bornsen).

Vorkommnis: Gelb-Rote Karte gegen Stefan Schmidt (90.+4/SV Eintracht Salzwedel).