Binde/Arendsee l In der Arendseer Kegelhalle wurde zuletzt die Bundesliga-Luft knapp. Das liegt aber nicht daran, dass die Männer des SV Binde sportlich nicht mithalten können, sondern vielmehr daran, dass der letzte Heimwettkampf in der zweithöchsten Spielklasse der Bundesrepublik Deutschland schon einige Wochen her ist. Exakt am 12. Oktober - also vor knapp sechs Wochen - wehte Bundesligawind.

Das ändert sich aber schon morgen, denn der SV Binde empfängt zum Altmarkderby den Stendaler KC. Pünktlich um 13 Uhr beginnt der Wettkampf, auf den sich alle Beteiligten schon sehr lange freuen. "Die Stendaler sind in letzten Jahre immer besser hier zurecht gekommen und haben sogar schon 30 kleine Punkte geholt. Natürlich wollen wir aber ein 3:0 holen", so die klare Marschroute von SVB-Teamleiter Alf Schernikau.

Er und ein Teil der Mannschaft nutzte die spielfreie Zeit, um sich zu erholen. So stand für Lutz Krüger, Burkard Thiede und auch für Schernikau selbst Urlaub in der Türkei an. Nun geht die Konzentration aber wieder voll in Richtung Bundesliga. Und da wollen die Binder ihre gute Ausgangsposition nutzen, um sich ein kleines Polster für die Rückrunde anzulegen. "Es ist bisher sehr gut gelaufen für uns. Wenn wir nun unsere beiden Heimspiele gewinnen könnten, dann würden wir schon sehr gut dastehen und können entspannt in die kommenden Partien gehen", so Schernikau weiter.

Der weiß aber auch, dass die Stendaler alles andere als ein Punktelieferant sind. "Letztes Jahr hat Dietmar Grabow elf Punkte hier geholt, und das kann auch immer wieder passieren", mahnt der Teamleiter zur absoluten Vorsicht. Und das Duell gegen die Stendaler ist für Jochen Neubauer ein ganz besonderes, denn er absolviert sein 250. Bundesligaspiel. "Er selbst und wir alle wollen natürlich dafür sorgen, dass dieses Jubiläum mit einem Sieg garniert wird", so Schernikau.

Einen Tag später, am Sonntag ab 10 Uhr, gastiert dann der ESV Lok Seddin in Arendsee. Gern erinnert sich Schernikau an die Heimspiele gegen diese Vertretung. "So weit ich mich erinnern kann, haben wir zu Hause gegen Seddin immer ganz gut ausgesehen. Bisher ist Lok mit unserer Bahn nicht so gut zurecht gekommen, aber bei dieser Liga in diesem Jahr kann alles passieren".

Auf die Bahn wird auch wieder der Stammblock mit Jochen Neubauer, Burkhard Thiede, Carlo Thiede, Lutz Krüger, Stefan Dombrowski und Schernikau gehen. Als Ersatzmann steht an diesem Wochenende Wolfram Albrecht für das Bundesliga-Team bereit.