Jetzt wird es ernst: Der neue Hallenkreismeister der Herren in der Westaltmark wird am morgigen Sonnabend in der Beetzendorfer Sporthalle ermittelt. Acht Mannschaften von der Kreisoberliga bis hin zur 1. Kreisklasse haben sich für den großen Finalkampf qualifiziert.

Beetzendorf l Nachdem im Vorjahr noch zwölf Mannschaften bei der Endrunde in Beetzendorf aufspielten, ist das Teilnehmerfeld diesmal auf acht Teams reduziert worden. Für Spannung ist allerdings trotzdem gesorgt.

Ab 13 Uhr werden morgen die fünf Kreisoberligisten Diesdorfer SV, SV Langenapel, FC Jübar/Bornsen, VfL Kalbe/Milde und TSV 1919 Kusey, die beiden Kreisligisten TSV Adler Jahrstedt und SV Germania Zethlingen sowie der MTV Beetzendorf II aus der 1. Kreisklasse um die Kreiskrone streiten. Verteidigen möchten diese nach Möglichkeit die Kalbenser VfL-Kicker, die im Vorjahr das Endspiel nach Neunmeterschießen gegen den diesmal nicht qualifizierten FSV Eiche Mieste gewannen.

Die acht Teams werden zunächst in zwei Vorrundengruppen, die kurz vor Turnierbeginn ausgelost werden, zu jeweils vier Vertretungen um die vier Halbfinaltickets kämpfen. Gegen 17 Uhr wird der neue Hallenkreismeister dann vermutlich feststehen.

VfL Kalbe/Milde (TV/KOL)

In der Vorrunde hatten die Mildestädter etwas Glück. Erst nach einem Sieg nach Neunmeterschießen gegen den punkt- und torgleichen SV Eintracht Berge löste der VfL in eigener Halle das Endrundenticket. Trotzdem geht der amtierende Titelträger motiviert in den Finalkampf. "Technisch sind wir nicht so schlecht besetzt. Ins Halbfinale würden wir schon gern einziehen", erklärt Kalbes Trainer René Kusch, der mit einer schlagkräftigen Truppe anreist. "Durch die neuen Regeln mit dem Futsalball und mit kleinen Toren sehe ich persönlich keinen echten Favoriten. Genau genommen kann Jeder Jeden schlagen. Spannung ist garantiert", so Kusch, der schon gespannt auf die Gruppenauslosung ist.

Diesdorfer SV (KOL)

Die Truppe von Trainer Jörg Kleiner spielte eine überzeugende Vorrunde mit fünf Siegen aus fünf Spielen und zählt sicherlich zu den ganz großen Favoriten beim Finalkampf. Der Tabellenzweite der Kreisoberliga verfügt über eine gute und vor allem eingespielte Hallenmannschaft und sollte auf jeden Fall in der Lage sein, den Sprung unter die besten Vier zu schaffen. Nach einem guten dritten Platz kürzlich beim Volksbank-Hallenmasters in Wittingen würden die Diesdorfer nun gern auch den Hallentitel mitnehmen.

SV 51 Langenapel (KOL)

Die technisch versierteste Mannschaft bei der Endrunde wird aus Langenapel kommen, daran dürfte es keinen Zweifel geben. Das Team von Trainer Ronny Müller bewies dies auch in der Vorrunde, wo alle vier Begegnungen siegreich gestaltet wurden. Nach einem dritten (KFV-Supercup) und einem vierten Platz (Volksbank-Hallenmasters) streben die Langenapeler nun natürlich den Hallenkreismeistertitel an und werden, wenn alles normal läuft, wohl auch bis zum Ende ein ernstes Wörtchen bei der Titelvergabe mitsprechen.

FC Jübar/Bornsen (KOL)

Wie Diesdorf und Langenapel überstand auch der FC die Vorrunde mit blütenweißer Weste. Alle vier Begegnungen gestalteten die Schützlinge von Trainer Gerald Schulz in der Salzwedeler BBS-Sporthalle siegreich. Das war schon ein deutliches Signal an die Konkurrenz. Auch Freitag Co. brauchen sich morgen beim Finalkampf nicht zu verstecken und sollten gute Chancen haben, zumindest das Halbfinale zu erreichen. Vielleicht geht sogar mehr für den Kreisoberliga-Sechsten.

TSV 1919 Kusey (KOL)

Für den TSV dürfte der Endrundeneinzug Balsam für die Seele sein. In der Liga läuft es für das Steckhan-Team bisher nicht nach Wunsch, mit nur vier Zählern ziert der Aufsteiger das Tabellenende. In der Halle wollen sich die Kuseyer nun Selbstvertrauen holen für die Rückrunde. Mit vier Erfolgen in fünf Vorrundenpartien deutete der TSV seine Stärken bereits an und möchte nach Möglichkeit morgen zumindest auch die Gruppenphase überstehen.

TSV Adler Jahrstedt (KL)

Die Adler, immerhin Spitzenreiter der Kreisliga, gehen ganz sicher nicht chancenlos in den Finalkampf. Die Truppe von Trainer Uwe Bartels ließ in der Vorrunde immerhin die Kreisoberligisten VfB Klötze 07 und SV Schwalbe Schwiesau hinter sich und dürfte damit das Selbstvertrauen noch einmal zusätzlich gestärkt haben. An einem guten Tag ist den Jahrstedtern auch bei der Endrunde einiges zuzutrauen.

SV Germania Zethlingen (KL)

Über viele technisch gute und damit für die Halle prädestinierte Akteure verfügen die Germanen. Die gehen zwar nur mit Außenseiterchancen ins Rennen, doch genau die wollen die Mannen von Coach Thomas Hoppe nutzen. Der Kreisligist hat in der Vorrunde seine Stärken angedeutet und den Kreisoberligisten SV Eintracht Vienau und SV Engersen das Nachsehen gegeben. Das dürfte Warnung genug sein für die namhafte Konkurrenz.

MTV 1880 Beetzendorf II (1. KK)

Die Beetzendorfer Landesklasse-Reserve zeigte sich in der Vorrunde minimalistisch. Drei Treffer reichten für immerhin elf Zähler. Dagegen musste das Team von Trainer Marco Hoppe allerdings kein einziges Gegentor hinnehmen. Kann der Underdog aus der 1. Kreisklasse in der Defensive dort anknüpfen, wo er vor einer Woche aufgehört hat, ist ihm durchaus eine Überraschung zuzutrauen. Zu verlieren haben die Beetzendorfer nichts, können daher völlig befreit in eigener Halle aufspielen.