Mitten im Abstiegskampf in der Mitteldeutschen Oberliga müssen die Männer des SV Oebisfelde einen weiteren herben personellen Rückschlag hinnehmen. Routinier Andreas Kalupke steht nach einem Bänderriss wohl vor dem Saisonaus.

Oebisfelde l Zugezogen hat sich der Rückraummann seine Verletzung vor zwei Wochen im Heimspiel gegen den HC Burgenland. "Es sieht nicht gut aus", hatte damals bereits SVO-Trainer Hendrik Tuschy erklärt. Seine Ahnung hat sich nun leider bestätigt: "Andreas wird für sechs bis acht Wochen ausfallen. Dann erst wird entschieden, wie es weitergeht. So ist anschließend auch eine Operation möglich. Wir gehen daher davon aus, dass für ihn die Saison beendet ist. Das passt zu unserer Seuchensaison."

"Lumpi", wie der bald 34 Jahre alt werdende Kalupke auch genannt wird, wird seiner Mannschaft somit morgen in Aschersleben fehlen. Tuschy: "Sein Ausfall ist nicht zu kompensieren. Auch nicht durch Christian Herrmann. Er hat nach seinem Kreuzbandriss verständlicherweise noch einigen Trainingsrückstand."

Kalupkes Ausfall ziehe nicht nur in der Offensive Folgen nach sich, sondern insbesondere in der Abwehr. Denn mit Nico Bischoff, der ebenfalls längerfristig ausfällt, fehlt ein weiterer wichtiger Mann in der Abwehrmitte.

Für die Rangletzten Oebisfelder werde es daher laut Tuschy "sehr, sehr schwer" in Aschersleben etwas zu reißen. Zudem sind die auch Alligatoren genannten HC-Männer ebenfalls im Abstiegskampf verwickelt und benötigen jeden Zähler. Die Gastgeber liegen mit acht Punkten Vorsprung auf den SVO auf Platz elf.

"Die Ascherslebener sind zwar Absteiger aus der dritten Liga, doch allgemein wurden sie nicht als Aufstiegskandidat gehandelt. So weit unten habe ich sie aber auch nicht erwartet", erklärte Tuschy und ergänzte: "Dem HC geht es so ähnlich wie uns - ein schmaler Kader, der zudem durch Verletzungen weiter dezimiert wird. Ich denke aber, der HC wird sich nicht die Blöße geben wollen, in eigener Halle gegen den Tabellenletzten zu verlieren. Wir werden aber unser Möglichstes versuchen."