Die A-Jungen des SV Oebisfelde befinden sich in der Sachsen-Anhalt-Liga weiter im Aufwärtstrend. So fuhren sie am Wochenende gleich drei Zähler ein. Am Freitagabend spielten sie bei der HSG Osterburg 23:23 (11:12)-Unentschieden und am Sonnabend bezwangen sie in eigener Halle den BSV Magdeburg deutlich mit 34:28 (15:19).

Oebisfelde l Den Schalter legten die Oebisfelder allerdings nicht erst in diesen beiden Begegnungen um, sondern bereits am 31. Januar im Rückspiel gegen die HG Köthen. Die Partie wurde zwar in eigener Halle mit 25:27 verloren, doch im Gegensatz zu den oftmals blutleeren vorherigen Spielen, hatten die Jungs endlich wieder gezeigt, vor allem mit Blick auf die Einstellung, was sie können.

Das bekamen am Sonnabend die Magdeburger zu spüren. Die verkauften sich zunächst aber ausgezeichnet. Der SVO lag zwar nach Anpfiff vorn, aber ab den 10:10 änderten sich die Verhältnisse. Die Oebisfelder hatten nun Schwierigkeiten, ihre Offensivbemühungen erfolgreich abzuschließen. Die mit personellen Problemen, kein Wechselspieler, angereisten Elbestädter hatten zu diesem Zeitpunkt hingegen keine Abschlussprobleme. Folge: Sie zogen auf 14:10 davon und hielten den Vier-Tore-Vorsprung bis zum Pausenpfiff (19:15).

Die SVO-Anhänger stellten sich in der Halbzeit die Frage, wie wird ihre Mannschaft im zweiten Durchgang auftreten. Sie trat entschlossen auf, mit dem Willen, die Begegnung noch zu drehen. Das Drehen dauerte indes noch eine Weile. Zunächst musste der BSV weichgekocht werden. Das taten zum Beispiel Niklas Müller mit dem 23:24-Anschluss, Torhüter Lukas Milde, der nach dem Anschluss einen Siebenmeter parierte, und schließlich Karl Breiteneder. Er besorgte in der 44. Minute per Siebenmeter das 24:24. Die Partie ging von vorn los und wurde etwas haarig. Denn die Unparteiischen fällten Entscheidungen, die aus SVO-Sicht schwer zu verstehen waren. So standen die Oebisfelder in der 45. Minute mit drei Akteuren auf der Platte. Doch diese kritische Situation wurde nur mit einem Gegentor (24:25) gemeistert und der SVO konnte sich zur spannenden Schlussphase rüsten. In der warfen Niklas Müller (2) und Nils Oraschewski ihre Sieben vorerst mit 27:25 (52.) in Front. Doch dann folgte noch eine kritische Situation: Trainer Markus Müller erhielt wegen angeblicher Beleidigung der Zeitnehmerin die Rote Karte (54.). Die Oebisfelder reagierten jedoch abgeklärt. Nils Oraschweski (2) und Niklas Müller schraubten das Resultat bis drei Minuten vor Abpfiff auf 31:26 - die Entscheidung. "Ein großes Kompliment an meine Mannschaft" sagte nach Abpfiff Trainer Müller.

SV Oebisfelde: Schröder, Milde - Kitzelmann (4), Weber (2), H. Breiteneder (2), Buchinsky, Salge (2), Müller (12), K. Breiteneder (4), Meinel (1), Oraschewski (7).

Aufstellung Spiel Osterburg:

Schröder, Milde - Kitzelmann (4), Weber (1), H. Breiteneder, Salge (2), Buchinsky, Müller (5), K. Breiteneder (7), Meinel, Oraschewski (4).