Einen verdienten 3:1 (1:0)-Heimerfolg fuhren die B-Junioren Landesligakicker des VfB Klötze 07 am vergangenen Sonnabend auf eigenem Rasen im Derby gegen die SG Bismark/Gladigau ein. Dabei mussten die Platzherren auch keinen größeren Aufwand betreiben, da die Gäste aus der Ostaltmark zu keiner Zeit richtig gefährlich werden konnten.

Klötze l Im Tableau verschaffte sich der VfB mit diesen drei Punkten etwas Luft, während es für die Bismarker nun weiter bergab geht. Und einen Schönheitspreis gab es in diesem Duell auch nicht zu gewinnen. Beide Teams ließen spielerisch einiges zu wünschen übrig, wobei die Klötzer allerdings noch die technisch feinere Klinge schlugen.

Es dauerte auch zehn Minuten, ehe überhaupt einmal eine Offensivaktion zu sehen war. Nach schöner Kombination schloss Hannes Tepelmann ab, doch SG-Keeper Jonas Thielitz tauchte ab und bekam das Leder zu fassen. In der Folge ging es meist zwischen den Strafräumen hin und her, mehr verbal als fußballerisch zur Sache, so dass Schiri Marcel Pöppler schon einige gelbe Karten ziehen musste. Nach 20 Minuten tauchten auch die Bismarker einmal vor dem VfB-Kasten auf. Philipp Gehne, der als einzige Spitze aufgeboten wurde, bei Christian Henke aber in guten Händen war, verfehlte bei seinem Schuss das VfB-Gehäuse aber deutlich. Kurz danach durften dann doch die Klötzer jubeln. Bjarne Linkert kam im 16er mit seinem schwachen Fuß zum Schuss und erzielte das 1:0 (23.). SG-Keeper Thielitz sah bei dieser Szene nicht gut aus, das Leder tauchte irgendwie unter seinem Körper durch.

Bis zur Pause behielt der Platzherr das Match unter Kontrolle. Gefährlich wurde es aber nur noch einmal. Tepelmann brachte das Spielgerät per Zuckerpass zu Niclas Theisz, der versuchte aber nocheinmal rüberzulegen, anstatt selbst abzuschließen. Die SG-Abwehr konnte so locker klären. Kurz danach war Pause im Klötzer "Geschwister-Scholl-Stadion".

Nach dem Wechsel erwischten die Klötzer wieder den besseren Start. In Minute 43 leuchtete das 2:0 auf der Anzeigetafel auf. Nach einem Freistoß von Tepelmann kam wohl keiner mehr an den Ball. Der herauseilenede SG-Keeper Thielitz aber auch nicht, so dass das Leder locker in die Maschen trudelte. Doch die Entscheidung war das nocht nicht. Obwohl die Klötzer noch zwei kleinere Möglichkeiten besaßen, waren es die Bismarker, die trafen. In Minute 49 köpfte Beindorf auf das Tor, zunächst konnte der VfB diesen Ball aber klären. Dennoch blieb das Leder in der Abwehr hängen, Niclas Dirk schaltete am schnellsten und schloss aus Nahdistanz trocken zum 1:2-Anschluss ab. Alles war also wieder offen.

Tepelmann sorgt für die Entscheidung

Allerdings boten beide Teams weiter schwere Kost. Das tiefe und unebene Geläuf tat sein Übriges dazu. Das sah auch Zuschauer und Fußball-Oldie Andreas Horn so. "Auf diesem Boden Kleinklein zu spielen, bringt nichts. Es ist wirklich schwierig, hier einen ordentlichen Ball zu spielen", nahm er beide Teams in Schutz. Dennoch war der VfB dem dritten Tor näher als der Gast dem Ausgleich. Und so kam es dann auch. Nach mehreren vergebenen Anläufen - es war aber kein ganz dicker Löwe dabei - war es erneut Tepelmann, der mit einem trockenen Linksschuss für die Entscheidung sorgte (65.). Danach passierte nicht mehr viel, weil den Bismarkern die Kräfte fehlten und Luca Dirk nur noch humpelnd über den Platz stiefelte. So brachten die Klötzer das Ergebnis clever über die Zeit. Die beste Möglichkeit, die Führung weiter auszubauen, verpasste in Minute 69 Tepelmann, als er einen Weitschuss auf das leere Tor abgab, das Leder aber vorbeisegelte.

Torfolge: 1:0 Bjarne Linkert (25.), 2:0 Hannes Tepelmann (43.), Niclas Dirk (49.), 3:1 Hannes Tepelmann (65.).

Bilder