Dobberkau l Im Nachholspiel der Fußball-Landesklasse hat am Wochenende das Kellerduell zwischen Gastgeber Preußen Dobberkau gegen den MTV Beetzendorf stattgefunden. In einem dramatischen Spiel drehten die Preußen einen 1:3-Halbzeitrückstand am Ende noch in einen 5:4-Sieg.

Für beide Mannschaften geht es um den Verbleib in der Landesklasse und das wurde von der ersten Minute an deutlich. Es wurde um jeden Meter Rasen gekämpft, was die Beetzendorfer im ersten Abschnitt aber deutlich besser machten. Zwar besaßen die Gastgeber nach zwei Minuten durch Thomas Feibig die erste dicke Möglichkeit, aber danach war es der MTV, der dem Spiel den Stempel aufdrückte. Hendrik Kannenberg riskierte in der 16. Minute gegen Tim Stapel Kopf und Kragen, doch nur eine Minute später war er geschlagen. Timm Müller hatte abgezogen, da der Keeper den Ball nicht festhielt, setzte der Beetzendorfer entscheidend nach, so dass Tobias Schulz beim Klärungsversuch den Ball in den eigenen Kasten bugsierte - 0:1 (17.). Tino Fricke köpfte wenig später nach einer Flanke den Ball nur knapp am Kasten vorbei (19.). Nach 23 Minuten durfte der Gast erneut jubeln. Tim Stapel traf aus dem Gewühl heraus zum 2:0. Dieses Gegentor sorgte für viel Diskussionsstoff, denn die Preußen wollten den Ball nicht hinter der Linie gesehen haben. Es nützte nichts, der Treffer zählte.

Die Dobberkauer befreiten sich etwas und kamen zum Anschlusstreffer. Nach einem Freistoß klärte die MTV-Abwehr zu kurz und Christian Rohrdiek hämmerte den Ball zum 1:2 in die Maschen (41.). Die Freude währte nicht lange. Ein schneller Vorstoß über Robert Diekmann vollendete Stapel zum 1:3-Halbzeitstand (45.).

Im zweiten Abschnitt mussten die Gastgeber zulegen und das taten sie, weil Beetzendorf den Schwung aus der ersten Halbzeit nicht mitnahm. Mathias Schönhoff (direkter Freistoß, 53.) und Pascale Schröder (60.) glichen zum 3:3. Die Partie war wieder offen und ein Unentschieden für beide Teams zu wenig. Die Beetzendorfer strafften sich danach, erspielten sich gute Möglichkeiten, aber erst Bennet Sobolowski vollendete nach Zuspiel von Diekmann zum 3:4 (78.).

In einer turbulenten Schlussphase überschlugen sich die Ereignisse. Zunächst glich Feibig vom Punkt zum 4:4, um danach mit glatt Rot des Feldes verwiesen zu werden. Klar, dass die MTVler nun die Entscheidung wollten, doch die fiel auf der anderen Seite. Nach einem Konter vollendete Pascale Schröder zum umjubelten 5:4-Sieg, während beim MTV die Köpfe runter gingen.

Torfolge: 0:1 Tobias Schulz (17., Eigentor), 0:2 Tim Stapel (23.), 1:2 Christian Rohrdiek (41.), 1:3 Tim Stapel (45.), 2:3 Mathias Schönhoff (53.), 3:3 Pascale Schröder (60.), 3:4 Bennet Sobolowski (78.), 4:4 Thomas Feibig (81., Strafstoß), 5:4 Pascale Schröder (87.).

Besonderes Vorkommnis: Rote Karte für Thomas Feibig (83., Dobberkau) wegen Nachtreten.

Schiedsrichter: Thomas Wissel.

Assistenten: Lukas Fischer, Ingo Henning.

Zuschauer: 59.

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