Kuhfelde l Der SV Grün-Weiß Potzehne ist am Sonnabend im Viertelfinale des Fußball-Kreispokals mit anderthalb blauen Augen davon gekommen. Beim ambitionierten Kreisligisten Kuhfelder SV setzte sich der Landesklasse-Vertreter nach hartem Kampf mit 3:2 (1:1) durch und hatte Glück, nicht noch in die Verlängerung zu müssen.

Die gastgebenden Kuhfelder waren von Trainer Günther Serien gegen den Favoriten gut eingestellt, hielten nicht nur mit hoher Kampf- und Laufbereitschaft, sondern auch mit einer spielerisch ordentlichen Leistung dagegen. Der KSV versteckte sich zu keinem Zeitpunkt, doch nach dem Seitenwechsel zeigte sich dann doch die größere Cleverness der Gäste. Durch einen Doppelpack von Nico Wehrmeister bogen die Grün-Weißen auf die Siegerstraße ein.

Das Spiel war noch keine drei Minuten alt, da lag der Favorit aus Potzehne bereits in Führung. Torsten Seeger überwand KSV-Schlussmann Stefan Riebau zum 1:0 für die Elf von Trainer Nico Bremse. Der Rückstand brachte die Platzherren allerdings nicht aus dem Konzept. Fünf Zeigerumdrehungen später folgte die passende Antwort. Fabian Geisler zog aus halbrechter Position trocken ab und jagte die Kugel in die Maschen zum 1:1 (8.). Nach dieser turbulenten Anfangsphase beruhigte sich das Geschehen in der Folge ein wenig. Die beiden Teams lieferten sich einen packenden Fight auf Augenhöhe, geprägt vom Kampf, wobei auf beiden Seiten ordentlich eingesteckt und ausgeteilt wurde (insgesamt zehn Gelbe Karten).

Zudem schafften es beide Vertretungen nicht, sich zwingende Chancen zu erspielen. Erst in Minute 36 wurde es noch einmal brenzlig, als Torsten Seeger abzog, das Spielgerät aber über den Kasten von Riebau hinweg jagte. Somit ging es mit dem leistungsgerechten 1:1 in die Halbzeitpause.

Womöglich wurde es dort in der Potzehner Kabine etwas lauter. Die Gäste kamen verbessert aus der Pause und rissen das Geschehen nun auch endlich an sich. Die Führung des Bremse-Teams lag in der Luft. Ingo Wiegmann zielte über den Kasten (48.), Maik Krehl scheiterte am Außennetz (50.). Nach etwas mehr als einer Stunde jagte Wiegmann das Leder in die Maschen, doch die Szene war zuvor durch Schiedsrichter Marco Peters unterbunden worden. Ronny Neumann hatte gegen Wiegmann im Strafraum den Ball mit der Hand gespielt und Referee Peters auf Strafstoß entschieden. Nico Wehrmeister ließ sich nicht zweimal bitten und versenkte aus elf Metern sicher links unten - 1:2 (61.).

Wiegmann hätte nachlegen können (69./vorbei), was dann letztendlich Wehrmeister gelang. Der Mittelfeldmotor schlug noch einen Haken und schoss gekonnt zum 3:1 (75.) ein. Die endgültige Entscheidung verpasste Ingo Wiegmann, der die Kugel nach Hereingabe von Mario Stolle am langen Eck freistehend neben das Gehäuse setzte (80.). Stattdessen wurde es noch einmal spannend, denn Johannes Röhl verkürzte, gut frei gespielt, auf 2:3 (86.). Und das hätte noch immer nicht das Ende vom Lied sein müssen, denn beide Teams verbuchten noch jeweils einen Hochkaräter. Beim Schuss vom Potzehner Fabian Bischoff klärte Markus Westphal auf der Linie (89.), einen Versuch von Kuhfeldes Libero Tino Peysa lenkte Patrick Schmidt stark an den Pfosten (90.+2) und rettete seiner Mannschaft damit den Halbfinaleinzug.

Torfolge: 0:1 Torsten Seeger (3.), 1:1 Fabian Geisler (8.), 1:2, 1:3 Nico Wehrmeister (61./Handelfmeter, 75.), 2:3 Johannes Röhl (86.).

SR: Marco Peters (Langenapel).

Vorkommnisse: Keine.

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