Am Wochenende holte sich der TuS Leitzkau zum vierten Mal in Folge den Kreispokal des Kreiskeglerbundes Anhalt-Bitterfeld. Der Verbandsligist gewann im sonntäglichen Finale klar mit 6:2-Mannschaftspunkten (MP) und 3333:3159-Kegeln gegen das Landesliga-Team von Eintracht Gommern.

Von Thomas Zander

Dessau l Trotzdem waren die Gommeraner um ihren verletzten Kapitän Sören Schulze recht zufrieden: "Wir haben mit dem Halbfinalsieg gegen Drosa die Qualifikation für den Landespokal geschafft, das war unser Ziel. Dass wir gegen Leitz- kau, immerhin Aufstiegsaspirant zur 2. Bundesliga, kaum eine Chance haben, war uns vorher klar. Wir hätten aber trotzdem gern ein paar Kegel mehr gespielt."

Am Sonnabend konnten sich die Blau-Gelben knapp gegen den Landesklasse- Vertreter SG Drosa mit 5:3 MP und 3192:3154-Kegeln durchsetzen. Im Start-Durchgang holte Martin Hukauf (4:0, 547) gegen Sven Krügermann (532) bei knappen Satzausgängen den ersten MP für Gommern. Dustin Busse (2:2, 519) verlor wegen der weniger erspielten Gesamtkegel gegen Hannes König (532). Im Mittelpaar gewann Bernd Staeck (2:2, 533) trotz des Unentschiedens nach Sätzen deutlich gegen Thomas Naumann (487) und schraubte auch den Vorsprung im Gesamtergebnis nach oben. Bernd Löhnert (1,5:2,5, 517) hingegen musste seinen MP an Detlef Krügermann (533) abgeben.

Die Schluss-Spieler der Eintracht brachten den nun erspielten Vorsprung nach Hause. Zwar verlor Thomas Zander (1:3, 519) gegen den besten Drosaer Steffen Voigt (545), aber Udo Wrubel holte mit dem Tagesbestwert von 557 Kegeln und einem 3:1-Sieg gegen Christian Kräußlein (525) den nötigen Punkt. So war das wichtigste Ziel der Eintracht, der Finaleinzug, erreicht. Im zweiten Halbfinale bezwang Leitzkau in einem überaus knappen und spannenden Spiel den Landesligisten Union Sandersdorf mit 5:3 MP und 3234:3214-Kegeln. Somit standen zwei "Gommeraner" Teams im Finale.

Hier waren die Blau-Gelben allerdings von Beginn an chancenlos. Youngster Busse (3:1, 552) überzeugte zwar gegen den Leitzkauer Teamchef René Geißler (561) und gewann trotz weniger erzielter Gesamtkegel überraschend seinen MP. Aber Hukauf (0:4, 516) war gegen Ralph Stiebert (557) machtlos. Staeck (2:2, 541) hielt die Eintracht gegen Michael Dreßler/Andy Neumann (zusammen 520) zwar weiter im Rennen, doch der überlegene 4:0-Sieg von Marcus Gerdau (590), immerhin Bronzemedaillengewinner der deutschen Einzelmeisterschaften 2013, gegen Andreas Arndt (504) und der damit verbundene riesige Vorsprung, entschieden das Spiel vorzeitig.

Da auch das Gommeraner Schlusspaar, Wrubel (2:2, 520) und Zander (1,5:2,5, 526) gegen Harald Schreiter (527) und André Fischer (578), nicht ihr gewohntes Leistungsvermögen abrief, fiel der Leitzkauer Erfolg am Ende verdient, aber vielleicht einen Punkt und einige Kegel zu hoch aus. Leitzkau erspielte mit den 3333 Kegeln einen neuen Mannschafts-Bahnrekord auf der Dessauer "Stahlbau"-Anlage. Schulze gratulierte dem nun viermaligen Kreispokalsieger fair zu diesem ersten Erfolg im Jahr 2014: "Das war schon sehr guter Kegelsport. Leitzkau hat erwartet und natürlich absolut verdient gewonnen. Es war auch von der Stimmung und der Zuschauer-Resonanz her ein würdiges Finale."