Güsen/Burg (rte/bjr) l Zum Rückrundenauftakt der 1. Handball-Nordliga gab es für Schlusslicht Fortschritt Burg einen 34:26 (15:12)-Erfolg beim ersatzgeschwächten Güsener HC II (9.). Im Heimspiel verlor man selbst noch von akuter Personalnot geplagt mit 22:25.

Bis auf Julian Wagner, Keven Hanné und Hendrik Kurth (agierte als Trainer) konnten die Gäste auf das gesamte Personal zurückgreifen, gingen deshalb mit der Devise ins Spiel, schnellen Handball zu zeigen und über die besseren Kraftreserven den Sieg einzufahren. Dies setzte die SG auch von Anfang an um. Zu Beginn war es vor allem der agile Ricardo Ebert, der durch schnelle Angriffe zu einfachen Kontertoren kam und auch von dem schlechten Rückzugsverhalten der Güsener profitierte. So stand es nach kurzer Zeit schon 3:0 für die Burger. Nach dem 7:2 für die Gäste kam dann doch ein kleiner Bruch ins Angriffsspiel. Das schnelle Umschalten wurde eingestellt und im Positionsangriff war man zu statisch. Dies nutzte der GHC II nur teilweise, verkürzte jedoch zum 7:9. Da aber auch die Gastgeber viele einfache Fehler machten und nun auch des Öfteren am besser werdenden Fabian Wegner im Burger Tor scheiterten - er parierte unter anderem vier Siebenmeter - ging Fortschritt mit einer Drei-Tore-Führung in die Kabine.

Wer zu Beginn der zweiten Halbzeit dachte, dass Burg aufgrund des schnellen Spiels einbräche, sah sich eines Besseren belehrt. Die SG-Mannen machten munter weiter mit etlichen Kontern und dem Versuch, die schnelle Mitte nach jedem Gegentreffer vorzutragen. So erhöhte Fortschritt über das 22:16 zum 28:20. Nun ließen die Gäste die Zügel etwas schleifen, fanden dennoch stets die passende Antwort auf die Güsener Bemühungen. Die SG Fortschritt überzeugte im gesamten Spiel mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und fuhr so ihren zweiten Saisonerfolg ein.

Interimstrainer Kurth zeigte sich nach dem Spiel zufrieden: "Wir haben endlich wieder einmal gezeigt, was wir eigentlich können. Mit dieser Leistung können wir noch so einige Gegner ärgern." Nun gilt es, im Training den zu statischen Positionsangriff zu verbessern, ehe am Sonnabend, 18. Januar, im Heimspiel gegen Neuferchau/Kunrau die Leistung aus dem Derby wiederholt werden soll.

Burg: Wegner, Wucherpfennig (n.e.) - Katillus, Teßmann (3/1), Barkholz (1), Ebert (6), Scholz (5/1), Lange (4), Weigel (7/4), Schulz (6), Wöhe (1), Titsch (1), Herrmann (n.e.)