Volleyball l Halle (fna) Sebastian Behr hatte es geahnt. Der Kapitän des Burger VC 99, der im Spiel bei der SG Einheit Halle das Amt an der Seitenlinie aufgrund einer Knieverletzung übernommen hatte, warnte noch in der Kabine, nach dem starken Auftritt gegen Ballenstedt den Vorletzten der Landesoberliga nicht zu unterschätzen. "Wir hatten uns vorgenommen, von Anfang an voll reinzugehen." Doch "es ging voll nach hinten los". In der gesamten Partie war die Annahme das größte Problem, gefühlte 50 Prozent "haben wir weggeschenkt". Möglicher Grund: Die Sporthalle ist ziemlich niedrig, so dass sich die Annahmespieler vor allem mit dieser Situation auseinandersetzten. Am Ende wurde es ein schwer erkämpfter 3:2 (-22, 19, 23, -18, 13)-Sieg, weil "wir in den entscheidenden Phasen Moral bewiesen".

Eine dieser Phasen gab es im dritten Satz, als Burg bereits mit 17:23 ins Hintertreffen geraten war, weil unter anderem der gegnerische Hauptangreifer aus dem Hinterfeld weder vom Block noch von der Feldabwehr gestellt werden konnte. Doch bei eben jenem schier aussichtslosen Rückstand "haben wir uns die Bälle erkämpft", so dass ein 25:23-Teilerfolg zu Buche stand.

Dieses Comeback zur 2:1-Satzführung sorgte allerdings nicht für Sicherheit, "alle Sätze waren von guten und schlechten Phasen geprägt". Im vierten Durchgang gab es von den miserablen zu viele, so dass er verloren wurde und der Tie-Break über den Zusatzpunkt entscheiden musste. Erneut startete Burg schlecht, lag mit 7:11 zurück, bevor das Team wieder Moral bewies und den Auswärtssieg sicherte.

Burg: Räcke, Lambrecht, Sawatzki, Kliefoth, A. Behr, Jasper, Graßhoff, Müller, Pukall