Den Rückrundenstart in der Handball-Verbandsliga ist dem SV Eintracht Gommern geglückt. Beim Aufsteiger LSV 90 Klein Oschersleben behielten die Ehlestädter mit 23:19 (12:11) die Oberhand, ohne jedoch dabei zu glänzen.

Gommern/Oschersleben (jha/bjr) l Die Picknickdecke war nicht mit an Bord, auf dem Spielfeld des Bewos-Sportzentrums floss der Schweiß und kein Kaffee. Dennoch: "Man konnte von einem angenehmen Sonntagnachmittag sprechen." Das Urteil von Eintracht-Trainer Dirk Heinrichs mochte auf eine gemütliche Runde unter Freunden hindeuten, auch wenn es sich um ein ernstzunehmendes Verbandsligaspiel handelte. "Von den Zuschauern bis zu den Spielern war es eine entspannte, faire Atmosphäre. Wir haben nicht immer Vollgas gegeben, eher so viel getan wie nötig", schätze der Coach ein, tadelte sein Team jedoch nicht dafür. Der Eintracht- Motor tourte eben nur nicht im roten Bereich, verrichtete dennoch zuverlässig seine Arbeit und brachte den Spitzenreiter sicher zum gewünschten Ziel: hin zum gelungenen Start in die Rückrunde.

Dabei war es zu Beginn vor allem Dennis Einwiller - neben Jens Schmidt mit fünf Treffern bester Eintracht-Schütze -, der sich immer wieder über seine rechte Flügelseite durchsetzte. Das 3:0 für Gommern durch drei Einwiller-Treffer war ein Beginn nach Maß für die Gäste. Danach kamen die Hausherren jedoch immer besser in Fahrt. Entweder konnte der LSV 90 aus dem Rückraum einnetzen oder aber der Gastgeber bekam einen Strafwurf zugesprochen. Neun ihrer insgesamt 19 Treffer erzielte die Heimmannschaft von der Siebenmeterlinie. Gommern hatte in dieser Phase oftmals kein Wurfglück und Klein Oschersleben ging kurz vor der Pause sogar beim 11:10 erstmals in Führung. Bis zur Halbzeitsirene konnten die Gäste diese mit dem 12:11 zwar zurückerobern, doch viel investieren musste der SVE dafür nicht.

Im zweiten Durchgang zeigten die Ehlestädter vor allem im Angriff ein anderes Gesicht. In der ersten Viertelstunde nach Wiederbeginn setzten sich die Gommeraner zunächst zum 20:14 ab und verschafften sich so etwas Luft. Dieser Sechs-Tore-Vorsprung hatte auch bis kurz vor Ultimo Bestand, als Klein Oschersleben doch noch mit zwei schnellen Toren zum 19:23 verkürzte.

Mit dem Sieg ist der Auftakt in die zweite Halbserie also gelungen. Zur Belohnung und mit Blick auf das spielfreie Wochenende verordnete Heinrichs seiner Sieben heute trainingsfrei. Stattdessen wird das Team nach Glinde fahren und sich das Nachholspiel des GHV Eintracht gegen den SV Eiche Biederitz um 19.30 Uhr anschauen. Der Coach erklärte: "Wir werden unser Pensum auch trotz der Wettkampfpause durchziehen. Allerdings werden wir auch nicht jede Trainingseinheit zur körperlichen Ertüchtigung nutzen." Kaffeekränzchen dürften dennoch bis zum nächsten Heimauftritt am Sonnabend, 8. Februar, gegen den BSV 93 Magdeburg II eher die Ausnahme darstellen.

SV Eintracht Gommern: Hartung, Braatz - Böttcher (3), Bretschneider (4), Sommerfeld (2), Kaese, Eckhardt, Bomke, Mennecke (4), D. Einwiller (5), Koch, Schmidt (5), Zater

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