Mit dem 10:1-Sieg beim SC Kade/Karow wurde das Landesklasseteam des SV Union Heyrothsberge seiner Favoritenrolle gerecht, das Team zog somit ins Viertelfinale des Fußball-Kreispokals ein. In diesem empfängt es Eintracht Gommern.

Jerichower Land (khk/fna) l Am Wochenende wurden bereits zwei Partien des Viertel- finals ausgetragen, die Begegnung zwischen Bergzow und Theeßen fiel aus. Güsen und Genthin stehen hingegen als erste Halbfinalisten fest.

Achtelfinale

Kade/Karow -

Heyrothsberge 1:10 (1:5)

Das Spiel hatte gerade erst begonnen, da waren die leisen Hoffnungen der Gastgeber auf eine Überraschung dahin. Mit dem ersten Angriff markierte Mike Pinno die Führung für die Unioner. "Das sah nicht schlecht aus", hatte Trainer Torsten Völckel beobachtet. Damit hatten die Gäste frühzeitig die Weichen auf Sieg gestellt, wenngleich Kade/Karow sich nach Kräften und Möglichkeiten wehrte. Die Gastgeber wurden für ihren unermüdlichen Einsatz mit dem Treffer zum 1:4 durch Steven Otto belohnt.

Bestimmend blieb aber Heyrothsberge. Das Landesklasseteam schonte einige Stammkräfte, die angeschlagen oder verhindert waren, gab Spielern Einsatzzeiten, die in der Saison weniger zum Zuge gekommen waren. "Der Platz war mit viel Mühe hergerichtet worden, aufgrund des Windes und des Untergrundes war es aber schwierig zu spielen." Dennoch war Völckel am Ende zufrieden, nicht nur aufgrund des Ergebnisses. Zum Saisonstart am kommenden Sonnabend bei der SG Niegripp "wollen wir den ganzen Kader zusammen haben. Wir haben uns schon auf die Partie eingeschworen."

Tore: 0:1 Mike Pinno (1.), 0:2 Christopher Schumburg (20.), 0:3 Tobias Thormeier (26.), 0:4 Tom Raue (30.), 1:4 Steven Otto (37.), 1:5 Christian Kloska (41.), 1:6 Daniel Ziemann (55.), 1:7, 1:8 Mike Pinno (65., 67.), 1:9 Tobias Thormeier (68.), 1:10 Mike Pinno (80.); SR: Mario Lach (Redekin), Jürgen Schulze, Jürgen Werner, ZS: 105

Kade/Karow: Filter - Schröder, Grützmacher (46. Grothe), Schmidt, Otto (63. Schäfer), Wenslau, Gartemann, Gentz, Weber (67. Burstyn), Sobrecht, Wustrau

Heyrothsberge: Nagel - Hoppe, Nazare Vaz, Schumburg, Seipold (46. Beyer), Groth, Ziemann, Kloska, Raue, Thormeier, Pinno

Viertelfinale

Germania Güsen -

Blau-Weiß Niegripp 3:1 (2:1)

Die Vorbereitung in der Winterpause verlief für beide Teams - positiv ausgedrückt - suboptimal. Während Güsen seit Oktober in der Halle trainiert und dort wohl auch noch bis zum März bleiben wird, konnten die Gäste die Einheiten nicht wie geplant absolvieren, weil zum einen "keine Halle zur Verfügung steht", wie Trainer Joachim Greisner erklärte, und zum anderen viele Studenten aufgrund der Prüfungszeit ebenso fehlten wie die verletzten und berufstätigen Spieler. Es war also kein Klassenunterschied zu sehen.

Der Dritte der Kreisoberliga hatte aber kämpferisch mehr zu bieten, zeigte den größeren Willen und ging folgerichtig mit 1:0 in Führung. "Das war über außen sehr gut herausgearbeitet, auch wenn ansonsten das Spielerische noch Luft nach oben hatte", betonte Coach Hartmut Kober. Vor allem bei Flanken und Eckbällen ließ die Genauigkeit zu wünschen übrig, "aber das ist ja bei Hallentraining kein Wunder".

Niegripp hingegen ließ sich von der Zweikampfführung beeindrucken. So gelang den Gästen zwar der zwischenzeitlich Ausgleich, als sie einen Abstimmungsfehler zwischen Keeper Andre Meier und seiner Abwehr nutzten, doch noch vor der Pause markierte Tobias Pohl die erneute Führung. "Die hat uns Selbstbewusstsein für die zweite Halbzeit gegeben", freute sich Kober.

Niegripp hielt nach dem Wechsel dagegen, hatte aber bei zwei strittigen Szenen im gegnerischen Strafraum Pech. "Wir hätten zwei Elfmeter bekommen müssen", haderte Greisner. Einen Strafstoß gab es hingegen kurz vor dem Ende auf der anderen Seite. "Unberechtigt", wie der Coach befand. Bei einem Freistoß der Güsener hielt sich einer seiner Schützlinge die Hand vor das Gesicht - ein Schutzreflex. "Bei Pfiff des Schiedsrichters wusste keiner auf dem Platz, wofür es den Elfmeter gab." Doch dies ließ er nicht als Grund für die Niederlage durchgehen. "Güsen war einfach bissiger."

Beide Teams konzentrieren sich nun auf den Saisonstart. Während bei den Gastgebern "alle Spieler wieder fit sind", hat Niegripp arge Personalsorgen, vor allem bei den Trainingseinheiten. Heute soll es dazu eine Gesprächsrunde geben.

Tore: 1:0 Eric Kopp (11.), 1:1 Thomas Böttcher (14.), 2:1 Tobias Pohl (37.), 3:1 Christian Vormeister (87. FE); SR: Rüdiger Meier (Gladau), Reno Pfeifer, Raik Witte, ZS: 58

Güsen: Meier - Henning, T. Lamprecht, Schüßler (59. Elsner), Huth, Pohl, Vormeister, Bonitz (73. F. Lamprecht), Buchheim, C. Kopp, E. Kopp (85. Richter)

Niegripp: Rateike - Reiprich, Zeuch, Briest, Böttcher, Müller, B. Schlüter, Philipp, Mlynek, Ackmann, M. Schlüter

Wörmlitzer SV -

Borussia Genthin 0:7 (0:2)

Die Gäste begannen wie erwartet druckvoll. Mit schnellen Angriffen und direktem Zug zum Tor erspielten sie immer wieder gefährliche Situationen. Ein Foul im Strafraum führte zu einem Elfmeter. Die Gäste hielten den Druck aufrecht und zwangen die Platzherren in die Abwehr. Sporadische Gegenangriffe des WSV blieben überwiegend in der stabilen Abwehr hängen. Obwohl die Borussen spielerisch überlegen waren, markierten sie erst in der 36. Minute die 2:0-Führung. Thomas Gronwald traf nach einer Ecke vom langen Pfosten aus per "Volley-Kracher".

Zu Beginn der zweiten Halbzeit setzten die Einheimischen vielversprechende Akzente und erspielten sich einige Chancen. Marcel Helbrich und Philipp Redmann waren oft in aussichtsreichen Positionen. Sebastian Ohle und Aron Dieckmann versuchten es mit Weitschüssen. Das Erfolgserlebnis blieb jedoch aus. Dies führte in den letzten 20 Minuten zu einem Bruch beim WSV. Diesen nutzten die Gäste für vier Treffer. Es war ein verdienter Sieg der Genthiner, der aber in der Höhe nicht das Geschehen widerspiegelte.

Tore: 0:1 Thomas Züllich (5. FE), 0:2 , 0:3, 0:4 Thomas Gronwald (36., 73., 75.), 0:5 Thomas Züllich (76. FE), 0:6 Kevin Wolf (80.), 0:7 Thomas Gronwald (85.); SR: Christopher Bethke (Burg), Heiko Kammer, Philipp Theele, ZS: 70

Wörmlitz: Schrader - Scheibner, L. Kollek (53. Ohle), S. Kollek, Bleis, Jeske, Vanness, Schalnas, Redmann, Wartmann (73. Dieckmann), Seidler (46. Helbrich)

Genthin: Schulz - Bräse, Riehn, Reinshagen, Harendt, K. Wolf, Titze, Züllich, T. Wolf (61. Kemper), Zander (61. Dake), Gronwald

Die Viertelfinalpartien zwischen Heyrothsberge und Gommern sowie Bergzow und Theeßen werden nachgeholt.