Morgen steht der 19. Spieltag in der Fußball-Landesklasse, Staffel II, auf dem Programm. Bis auf den SV Union Heyrothsberge erwarten die Teams aus dem Jerichower Land nominell schwere Aufgaben. Vor allem gilt dies für Schlusslicht Tucheim, das Spitzenreiter Zerbst ab 15 Uhr zu Gast hat.

Jerichower Land (ahf/vwo) l So müssen drei der vier "JL"-Teams wohl auf eine Überraschung hoffen, um drei Punkte mitzunehmen.

Union Heyrothsberge (2.) -

FC Zukunft Magdeburg (12.)

Drei Spiele, insgesamt 13 erzielte Tore, doch ein ärgerliches 0:0-Remis: So sieht die Bilanz für die Unioner zu Beginn der Rückrunde aus. Mit dem 8:2-Erfolg gegen Gommern und dem 5:0-Sieg in Wolmirstedt im Rücken empfängt der Tabellenzweite morgen Nachmittag mit dem Rangzwölften, dem FC Zukunft, nun den vermeintlich nächsten leichten Happen.

Rückblende: Im Hinspiel fuhren die Unioner beim 2:0-Auswärtserfolg den ersten Saionsieg ein. "Wirklich überzeugend war das aber nicht. Ich glaube, dass wir momentan - zudem in einem Heimspiel - besser spielen können", lobt SVU-Coach Torsten Völckel aus. Indes kamen auch die Magdeburger am vergangenen Spieltag zu drei überraschenden Punkten beim 4:3-Erfolg über die SG Gnadau. Zuvor gab es zum je ein Unentschieden und eine Niederlage.

Germania Olvenstedt (3.) -

SG Blau-Weiß Niegripp (8.)

Die Blau-Weißen haben von drei Rückrundenpartien trotz großer Personalsorgen nur eine verloren. Allerdings stand in den übrigen Begegnungen in 2014 jeweils nur ein Punktgewinn zu Buche, wobei das Remis gegen Heyrothsberge einem "gefühlten" Sieg glich.

So erklärt sich auch, dass sich bei den Gästen niemand vor der Aufgabe im Magdeburger Nordwesten verstecken will: "Wir fahren nicht dorthin, um uns abschlachten zu lassen", gibt Trainer Joachim Greisner zu Protokoll. Das Hinspielergebnis spricht zudem für seine Mannschaft - beim 3:2-Erfolg blieben drei wichtige Zähler am Alten Kanal. Hinzu kommt, dass die Olvenstedter in der Vorwoche im Spitzenspiel gegen Zerbst erst in buchstäblich letzter Sekunde eine 3:4-Pleite einstecken mussten. "Das ist egal, sie können das natürlich auch als Motivation verstehen", so Greisner. Einen großen Vorteil für die Gastgeber sieht er allerdings in den Platzverhältnissen. "Auf dem Kunstrasen hat Olvenstedt vor allem im Passspiel erhebliche Vorteile. Wenn Germania sich dann noch schnell bewegt, werden wir Probleme bekommen", mahnt der SG-Trainer.

Obwohl Greisner mit Thomas Böttcher, der aufgrund einer gebrochenen und einer angebrochenen Rippe drei Wochen ausfällt, Alexander Reiprich, der gelbgesperrt fehlen wird, und Torhüter Steffen Rateike auf drei Stützen verzichten muss, präsentiert sich die Personalsituation ungewohnt ausgeglichen. So helfen Christian Schönfeld und Thomas Eschner aus und lassen den Kader auf 13 Spieler wachsen, was die Sorgenfalten der zurückliegenden Wochen zumindest ein wenig glättet.

Eintracht Gommern (13.) -

Besiegdas Magdeburg (6.)

Nach drei Niederlagen in Folge steht die Eintracht mit dem Rücken zur Wand. Momentaner Knackpunkt ist das Mittelfeld-Spiel der Gommeraner, wodurch dem Angriff derzeit die Durchschlagskraft fehlt. Doch wenn es spielerisch nicht rund läuft, will man sich bei der Eintracht eben von seiner kämpferischen Seite zeigen. Positiv: Nach überstandener Krankheit ist Justin Schaffrath wohl diesmal wieder mit dabei.

SV Traktor Tucheim (16.) -

TSV Rot-Weiß Zerbst (1.)

Den schwersten Brocken unter den "JL"-Teams hat der SV Traktor vor sich. Bereits im Hinspiel musste sich das Schlusslicht gegen den Tabellenführer mit 0:4 geschlagen geben und "die Aufgaben werden nicht leichter", wie Trainer Mike Schnorrer formuliert. "Es werden noch `Sechs-Punkte-Spiele` kommen, wobei dieses sicher nicht dazugehört."

Dennoch will man bei den Gastgebern alles versuchen, um vielleicht doch für eine Überraschung zu sorgen, zu verlieren hat der SV Traktor ohnehin nichts. Sieben Punkte beträgt mittlerweile der Rückstand zum Vorletzten aus Wolmirstedt, zehn Zähler und eine Menge Tore sind es mit Blick auf einen Nichtabstiegsplatz. "Momentan sind wir sicherlich nicht mit Zerbst auf Augenhöhe, da machen wir uns nichts vor. Doch im Fußball ist alles möglich." Ohnehin hätte laut dem Trainer Stimmung nicht gelitten: "Natürlich ist diese Saison ein Rückschlag. Wir haben in den vergangenen anderthalb Jahre so gut wie jedes Spiel gewonnen, aber wir werden auch diese Situation durchstehen, uns auf unsere Stärken besinnen und nicht aufgeben."

Das Motto für die Gastgeber lautet demnach: alles oder nichts. Mit welchem Personal dies geschieht, kann Schnorrer allerdings noch nicht sagen: "Ein, zwei Spieler sind noch angeschlagen. Ihr Einsatz entscheidet sich kurzfristig."