Magdeburg/Güsen l Eine knappe 27:28 (13:15)-Niederlage kassierten am Sonnabendnachmittag die Handballer des Güsener HC beim ärgsten Verfolger, dem Post SV Magdeburg. Auch aufgrund der überraschenden Niederlagen der beiden führenden Teams der Verbandsliga, Eintracht Gommern und Wacker Westeregeln, sind die Mannschaften wieder enger zusammengerückt.

Dabei wollten die Schützlinge um Güsens Trainer Bernd Bretschneider eigentlich ihren Vorsprung auf den Viertplatzierten von drei auf fünf Punkte ausbauen. Stattdessen sind die Verfolger jetzt wieder näher dran. Ein Punkt trennt die Magdeburger Vereine Post SV und BSV 93 II noch vom GHC. "Man ärgert sich, wenn man die Ergebnisse des Spieltags sieht und wir es selbst in der Hand hatten, uns einerseits etwas abzusetzen und andererseits wieder näher an die Spitze zu rücken", so Bretschneider. Dabei begannen die Güsener die ersten 20 Minuten recht ordentlich und konnten Tore der Hausherren immer mit eigenen Treffern beantworten oder sogar vorlegen.

"Die Magdeburger haben dann aber in der zweiten Halbzeit das getan, was uns zu Beginn der Partie gelungen war, sie konnten immer noch eine Schippe drauflegen", resümierte der GHC-Coach. Dabei hatten es die Gäste gegen Ende selbst in der Hand, doch noch die anvisierten zwei Punkte aus der Landeshauptstadt zu entführen. Nach drei Toren in Folge gegen Ende der Partie hätten die Güsener nur einen Konter im Kasten des Post-Keepers unterbringen müssen, um wieder mit einem Tor in Führung zu gehen. Doch dieser Matchball blieb ungenutzt. "Die Niederlage geht in Ordnung. Wir haben aufgrund zu vieler individueller Fehler verloren. Unsere Chancenverwertung war nicht gut." Das lag zum Teil aber auch "an einem besseren Händchen" der Gastgeber, wie Bretschneider bekannte. "Sie haben den Torhüter gewechselt und wenn er die Möglichkeit bekam, Bälle zu halten, hat er es auch getan. Wir haben ihm aber zu oft die Möglichkeit dazu gegeben".

Wäre den Güsenern die Revanche für die 17:26-Hinspielniederlage geglückt, hätten sie bis auf drei Punkte auf Wacker Westeregeln aufgeschlossen. Da sowohl der Spitzenreiter als auch der Zweitplatzierte momentan etwas schwächeln, mochte sich nach dem Rückschlag niemand beim GHC ausdenken, was noch möglich gewesen wäre. "Wir müssen auf uns schauen. Es nützt nichts, wenn die Mannschaften vor uns verlieren und wir unsere Spiele nicht gewinnen", so Bretschneider, dessen Team "den Kopf aber nicht in den Sand stecken" will.