Gommern l Die Handballer des SV Eintracht Gommern sind heute um 17 Uhr zu Gast in der Landeshauptstadt beim Zwölft- platzierten der Verbandsliga, dem FSV 1895 Magdeburg. Nach den letzten beiden Auswärtsniederlagen gegen Post Magdeburg und Solpke/Mieste wollen die Schützlinge von Dirk Heinrichs endlich wieder zu ihrer alten Form zurückfinden.

"Wir müssen wieder zu einer besseren Einstellung finden und uns 60 Minuten konzentrieren. Zwei Punkte wollen erarbeitet werden, bevor wir sie feiern können. Wir dürfen in der Halbzeitpause nicht sagen: Es noch 30 Minuten Zeit, um zu gewinnen; später dann 20 Minuten und am Ende stellen wir fest, dass es doch nichts mehr wird. So funktioniert es nicht", richtet Heinrichs als Appell an seine Spieler.

Das Hinspielergebnis von 34:28 spielt demnach auch keine Rolle mehr in Gommern, vielmehr beginne man wieder bei Null. "Ich habe festgestellt, dass meine Mannschaft sehr sensibel mit diesen Informationen umgeht. Wir haben manche Spiele hoch gewonnen und uns im Rückspiel schwer getan", fasst Heinrichs zusammen. Es gilt also, den Druck von seiner Sieben zu nehmen und auch die Tabellensituation aus den Köpfen zu streichen. Ein Unterfangen, was angesichts der Tabellenführung schwierig werden dürfte. Doch die Mannschaft soll bei der Eintracht wieder mehr im Mittelpunkt stehen und nicht die möglichen Meisterambitionen.

Zum Glück für die heutigen Gäste hat der ärgste Verfolger im Kampf um die Krone, der SV Wacker Wester- egeln, offenbar dieselben Probleme. Wenn beide Teams verlieren, dann im Gleichschritt. Doch darauf verlassen möchte sich in den verbleibenden fünf Spieltagen niemand beim SVE.

Da die Verunsicherung auch im vorherigen Spiel gegen Osterburg, vor allem in der ersten Hälfte, noch sichtlich präsent war, ließ Heinrichs im Training unter der Woche vermehrt an der Abstimmung seiner Mannschaft feilen. "Dies gestaltete sich zwar etwas schwierig, da arbeitsbedingt nicht immer alle Hauptakteure komplett anwesend sind, aber ich denke, wir haben das trotzdem ganz gut hinbekommen."

Dennoch nimmt das Spiel beim FSV in Gommern niemand mehr auf die leichte Schulter. "Wir wissen, dass es ein schweres Spiel wird. Der FSV hat sicherlich Selbstbewusstsein getankt", so Heinrichs. Dies bekam etwa zuletzt auch der Gommeraner Namensvetter Glinder HV Eintracht zu spüren. Im "Sechs-Punkte-Spiel" im Kampf um den Klassenerhalt setzen sich die Magdeburger hauchdünn, aber verdient mit 27:26 durch.

Ohne Frage gehen die Gäste heute dennoch in der Rolle des Tabellenführers als klarer Favorit in die Partie - wenn auch leicht gehandicapt: Bei der Bekämpfung des kleinen Auswärtsfluches wird neben Robert Mennecke wohl auch Torhüter Kai Braatz fehlen.