Handball l Wolmirstedt (ske/fna) Der SV Chemie Genthin reiste als Fünfter der 1. Nordliga zum Tabellenvierten Kali Wolmirstedt. Rein von der Konstellation her versprach das Spiel viel Spannung. Am Ende mussten sich die Gäste jedoch mit 22:29 (12:16) geschlagen geben.

Die Partie begann zunächst sehr ausgeglichen. In der 20. Minute hieß es 8:7 für die Hausherren. In den letzten zehn Minuten machte sich bei den Genthinern die dünne Personaldecke das erste Mal bemerkbar, so dass Kali zur Halbzeit mit 16:12 führte.

Nach dem Seitenwechsel lief beim SV Chemie nichts mehr zusammen. Dies war aber nicht nur der Personalnot geschuldet, sondern auch den völlig unnötigen Abspielfehlern sowie den 15 technischen Fehlern im Spiel nach vorne. So konnte sich der SV Kali durch einfache Gegenstöße zum 21:12 absetzen. Bei dieser sicheren Führung der Wolmirstedter war das Spiel entschieden und die Heimmannschaft schaltete einen Gang herunter. So konnten die "Chemiker" den Abstand etwas verkürzen (19:26).

Dass der Gast am Ende nur mit einer 22:29-Niederlage die Heimreise antrat, lag in erster Linie am stark haltenden Torwart Marco Berndt sowie an Rene Keil, der mit elf Toren bester Werfer war. Ansonsten blieb der Rest der Mannschaft weit unter seinen Möglichkeiten, zumal Wolmirstedt nicht unschlagbar war.

Am Sonnabend muss gegen den Bronzemedaillen-Gewinner aus Schönhausen im Heimspiel ab 16.30 Uhr "eine deutliche Leistungssteigerung her", meinte nicht nur der Genthiner Trainer Michael Mäser. Das Team will die Saison mit einem Platz in der oberen Tabellenhälfte abschließen. Bis dahin sollte sich auch die personelle Situation etwas verbessert haben, so dass die Genthiner den Zuschauern ein tolles Spiel bieten können.

Chemie Genthin: Berndt, R. Keil (11), Dziony (3), S. Keil (3), Ewert (2), Theuerkauf (2), Richter (1), Juling, Feuerherdt