Jerichower Land (vwo/ahf) l Am 27. Spieltag der Fußball-Landesklasse stehen der SV Union Heyrothsberge und die SG Blau-Weiß Niegripp vor lösbaren Aufgaben. Während die SG Blau-Weiß zu Hause Favorit gegen den SV Kali Wolmirstedt ist, reist Union zu Roter Stern Sudenburg. SV Eintracht Gommern möchte an die gute Leistung der Vorwoche auch bei Arminia Magdeburg anknüpfen und der SV Traktor Tucheim seinen Zuschauern gegen den SC Vorfläming Nedlitz noch einmal eine gute Show bieten.

Roter Stern Sudenb. (14.) -

Union Heyrothsberge (1.)

"Alles wie immer" fasste Union-Coach Torsten Völckel die vergangene Woche zusammen. Nach dem nicht ganz so glanzvollen Spiel gegen Tucheim, gerät in Heyrothsberge niemand in Panik. "Wir erwarten nicht, dass wir immer fünf, sechs Tore schießen und zu null spielen", so der Trainer des Spitzenreiters. Sicher ist jedoch, "dass wir wieder mehr investieren und auch individuell wieder eine Schippe drauflegen müssen." Und auch die Tatsache, dass mit Roter Stern Sudenburg eine Mannschaft auf seine Elf wartet, die sicherlich nicht mit Offensivfußball brillieren wird, ist keine neue Erfahrung für den Ligaprimus. Für beide Teams steht viel auf dem Spiel. Während der Aufstieg nur über Union Heyrothsberge geht, kämpft Sudenburg um den Klassenerhalt. Aller Voraussicht nach reist der Tabellenführer mit voller Kapelle in die Landeshauptstadt. Nur der Einsatz von Max Zimmermann ist fraglich.

Blau-Weiß Niegripp (6.) -

Kali Wolmirstedt (15.)

Das ärgerliche 1:1-Unentschieden gegen Eintracht Gommern aus der Vorwoche kann Niegripps Trainer Joachim Greisner die Laune nicht verderben: "Wir sind noch immer seit neun Spielen ungeschlagen und auch unsere Heimbilanz spricht für uns. Allerdings werden wir uns zur zurückliegenden Woche steigern müssen." Im Vergleich zum Derby sind die Gastgeber personaltechnisch wieder besser aufgestellt. Alle Stammspieler sind an Bord und die SG Blau-Weiß wird bemüht sein, ihren Zuschauern im vorletzten Heimspiel der Saison eine gute Vorstellung zu bieten. "Wir werden nicht abwarten, was Wolmirstedt macht, schließlich wollen wir gewinnen und werden aus einer sicheren Abwehr heraus unser Passspiel aufziehen und angreifen. Denn wer keine Tore schießt, kann nicht gewinnen und das ist unser Ziel", so Greisner optimistisch.

Arminia Magdeburg (10.) -

Eintracht Gommern (13.)

An die jüngste Leistung will die Mannschaft der Eintracht Gommern bei Arminia anknüpfen. Dabei bereitet der jungen Mannschaft aber besonders der Zustand des Jahnplatzes Kopfzerbrechen. Die Kunstrasenanlage ähnelt eher einer Sandgrube, denn einem gut bespielbarem Grün. Das Hinspiel entschied die Eintracht zu Hause mit 4:2 für sich. Da das Trainergespann Tino Garbisch/Mario Storm wieder auf alle Spieler zurückgreifen kann - auch der Langzeitverletzte Tilmann Roos gab vorige Woche seinen ersten Kurzeinsatz seit seiner fünfmonatigen Verletzungspause - hofft die Elf auf weitere Punkte im Kampf um den Ligaverbleib.

Traktor Tucheim (16.) -

Vorfläming Nedlitz (8.)

Für den SV Traktor hat die Abschiedstour aus der Landesklasse begonnen. Im vorletzten Heimspiel möchte die Elf von Mike Schnorrer aber noch einmal befreit aufspielen und sich ebenso gut verkaufen, wie vergangenes Wochenende in Heyrothsberge. "Wir gehen mit Spaß an die Sache ran und wollen unseren Zuschauern noch einmal ordentlichen Fußball bieten", so Schnorrer. Zwar hat sich der Personalnotstand der vergangenen Woche etwas gebessert, doch inwieweit konnte der Tucheim-Coach noch nicht sagen. Fakt ist jedoch, dass die Gastgeber schon jetzt einen Punkt mehr auf dem Konto haben, als in der Hinrunde. "Daran sieht man, dass die Mannschaft dazugelernt hat und falls noch das ein oder andere Erfolgserlebnis dazukommt, nehmen wir das gern mit." Das Hinspiel entschied jedoch Nedlitz mit 3:0 für sich.