Er hatte fraglos die weiteste Anreise. Für Tino Einwiller von den Gommeraner Verbandsliga-Handballern hat sich die Auszeit vom Australien-Aufenthalt und die Stippvisite in die Heimat am Sonnabend aber gelohnt. Zum Ausklang steuerte er drei Treffer gegen Westeregeln bei und ließ sich natürlich die anschließende Meistersause nicht entgehen. Sportredakteur Björn Richter sprach mit dem "Rückkehrer für einen Tag".

Volksstimme: Herr Einwiller, seit einem halben Jahr weilen Sie eigentlich in "Down Under". Wie kam es zur kurzfristigen Rückkehr nach Gommern?

Tino Einwiller: Eigentlich aus einer spontanen Laune heraus. Im Spaß meinte ich zu Abteilungsleiter Andreas Schütte: `Wenn ihr mein Flugticket bezahlt, bin ich dabei.` Dass es dann wirklich so kam, ist eine überragende Sache. Aber es hat eben gut gepasst. Drei Wochen in der Heimat kann ich trotz meiner Arbeit in Australien entbehren.

Wie geht es jetzt weiter?

Ich werde natürlich erst einmal nach Melbourne zurückfliegen. Eigentlich ist jetzt `Halbzeit` meines Aufenthalts, das heißt sechs Monate liegen noch vor mir. Allerdings gefällt mir Australien als Land so unglaublich gut, dass ich überlege, vielleicht ein zweites Jahr dranzuhängen.

So oder so: Mit der Sachsen-Anhalt-Liga wartet in der Heimat eine neue sportliche Herausforderung auf Sie ...

Es ist einfach genial, dass der SV Eintracht nach 20 Jahren wieder in der einstigen Ober- liga spielt. Die meisten unter uns Gommeranern haben ja selbst noch keine Erfahrung in der Sachsen-Anhalt-Liga sammeln können, mich eingeschlossen. Das wird eine großartige Sache. Jetzt wird aber erst einmal gefeiert und in der nächsten Woche geht für die Mannschaft auch schon der Flieger nach Mallorca.