Niegripp (bjr) l Natürlich hätte man es bei der SG Blau-Weiß Niegripp auch schön gefunden, die eigene Erfolgsserie in der Fußball-Landesklasse, Staffel II, auf zehn oder gar noch mehr Spiele auszubauen. Weil sich aber der SV Kali Wolmirstedt am Sonnabend mit 3:1 (1:1) am Alten Kanal durchsetzte, musste das Team von Trainer Joachim Greisner die erste Niederlage seit dem 17. Spieltag Anfang März (1:3 gegen Nedlitz)hinnehmen. "Wolmirstedt benötigt die Punkte im Abstiegskampf sicher nötiger als wir, für die es um nichts mehr geht. Es war daher vielleicht auch eine Kopfsache", spekulierte der Coach.

Tatsächlich wirkte seine Elf gedanklich nicht immer ganz frisch. So sahen sich die Blau-Weißen bereits nach sieben Minuten mit 0:1 im Rückstand, weil die Abwehr erst zu passiv gegen Kali-Kapitän Marcel Liebscher agierte und nach dessen Eingabe niemand Torschütze Steve Witt auf dem Schirm hatte. Einen schien der Gegentreffer allerdings wach gerüttelt zu haben: Vom Anstoß weg bahnte sich SG-Spielführer Marcus Schlüter seinen Weg durch die Wolmirstedter Reihen und schoss zur direkten Antwort ein - 1:1 (8.). Vor dem Seitenwechsel hätten die Gastgeber das Spiel auch endgültig drehen können, doch Paul Sandmann versagten bei der besten Gelegenheit die Nerven.

Dass die Gäste nach Treffern von Witt (63.) und Liebscher (76.) endgültig die Kontrolle übernahmen, war neben Geist- auch Körpersache: "Die robuste Art der Wolmirstedter ist uns nicht bekommen. Wir haben das Spiel in den Zweikämpfen verloren", hatte Greisner festgestellt.

SG Blau-Weiß Niegripp: Rateike - Müller, Sievert, Briest (81. Kübler), Wehr, Zeuch, Mlynek, B. Schlüter (68. Rennwald), Jentzsch, M. Schlüter, Sandmann

Kali Wolmirstedt: Plate - Dömland, Francke, Richter (46. Thomas), Witt, Hippler, Blume, Renner, Krüger, Böhnke (78. Jahnel), Liebscher

Tore: 0:1 Steve Witt (7.), 1:1 Marcus Schlüter (8.), 1:2 Steve Witt (63.), 1:3 Marcel Liebscher (76.); SR: Mario Lach (Redekin), Rüdiger Meier, Raik Witte; ZS: 55