Burg (bjr) l Nach zehn Veranstaltungen seit dem Jahr 2005 ließ sich beim 10. Stabpokal des PSV Burg am vergangenen Sonnabend durchaus von einer kleinen Tradition sprechen. Gleichzeitig eingebunden waren die offenen Stabhochsprung-Landesmeisterschaften der Senioren. Insgesamt war der Wettkampf ein voller Erfolg.

Gehörigen Anteil daran hatte das Ausrichterteam, das für einen reibungslosen Ablauf sorgte. Die Springer brillierten derweil mit vielen guten Leistungen. Von 21 gemeldeten Teilnehmern konnten vier verletzungsbedingt nicht antreten. Somit war das Feld der Springer - geteilt in zwei Gruppen - recht übersichtlich. An den LM der Senioren nahmen acht Aktive der Altersklassen 30 bis 65 teil. Der besondere Pokalmodus erlaubte es, dass in der weiblichen und männlichen Riege im Modus Jeder gegen Jeden gestartet werden konnte und somit auch unabhängig vom Alter Chancen bestanden, den "Pott" zu gewinnen. Gewertet wurde die prozentual größte Annäherung an den deutschen Rekord der jeweiligen Altersklasse.

So kam es dann auch, dass bei den männlichen Springern mit Jonas Bester der jüngste Teilnehmer den Sieg errang. Der Burger in Diensten des SC Magdeburg verbesserte seinen Hausrekord um unglaubliche 50 Zentimeter und stellte mit 2,70 Metern die deutsche Jahresbestleistung der AK 12 ein. In der Riege der Damen gewann ein Gast der LG Braunschweig. Alicia Sorge sprang in der AK 17 3,10 Meter hoch und kam dem Rekord damit am nächsten.

Die vier PSV-Starter wurden jeweils Landesmeister und jeder hatte seine Vorgeschichte: Katrin Friedrich sprang nach überstandener Oberschenkelverletzung erstmals wieder seit der Hallen-WM von Budapest. Thilo Matthäus hatte seinen letzten Stab-Wettkampf vor 16 Jahren und Mike Höpfner hatte das Sportgerät ebenfalls seit dem Sommer 2013 nicht mehr angefasst. Mario Friedrich hatte sich den Landesrekord der M 45 vorgenommen, der bei 3,41 Metern stand. Nachdem die anhaltenden Rückenbeschwerden kein Training zuließen, stieg er gleich bei der Rekordhöhe ein, um so wenige Sprünge wie möglich zu machen. Mit der "Sergej-Bubka-Taktik" folgen in diesem Jahr vielleicht noch einige Rekorde.

Einen dritten Pokal gab es für die größte Höhe des Tages. Diese sprang mit 3,90 Metern Johannes Bude vom VfB Germania Halberstadt, der danach knapp an vier Metern scheiterte. Zahlreiche persönliche Bestleistungen unterstrichen die guten Bedingungen des Tages. So verpasste Adrian Herrmann von der IGL Schöneiche in der AK 16 mit übersprungenen 3,80 Metern - 30 Zentimer über seiner alten Bestleistung - nur knapp den Pokal.