Burg (bsc). Mit einer 20:35 (5:18)-Niederlage kehrte die männliche Handball-A-Jugend der SG Fortschritt Burg vom Punktspiel der Sachsen-Anhalt-Liga beim SV Blau-Rot Coswig zurück. Erfolgreichster Werfer in den Fortschritt-Reihen war Florian Haufschild mit neun Toren.

Die Gastgeber gingen in der dritten Minute mit einem Konter 1:0 in Führung. Marius Müller traf nur die Latte und Haufschild agierte in den ersten fünf Minuten mit drei Fehlversuchen von Rechtsaußen zu überhastet. So war das 2:0 (6.) für Coswig nur die logische Folge. Nachdem Burg auch eine Überzahl nicht nutzen konnte, erhöhte Coswig per Strafwurf auf 3:0. Im Gegenzug setzte sich Müller am Kreis durch und erzielte den ersten Treffer für die Gäste zum 3:1 (8.). Christian Kirchner traf von Halbrechts zum 7:2 (13.) und die Gastgeber erhöhten durch zwei schnelle Tore auf 9:2 (15.). "Die Abwehr agierte zu diesem Zeitpunkt ganz schwach. Es wurde spät zurückgelaufen und den Coswigern somit das Kontern ermöglicht", sagte Fortschritt-Coach Marion Wöhe. Die Blau-Roten bauten den Vorsprung bis zur 23. Minute auf 11:5 aus. Eine anschließende doppelte Unterzahl von Fortschritt nutzten die Gastgeber gnadenlos aus und erhöhten auf 14:5. Wenig später ging es mit einer 18:5-Halbzeitführung für Coswig in die Kabinen.

"Zu viele technische Fehler, eine zu ruhige Abwehr und kein richtiger Biss", monierte Marion Wöhe zur Pause. Beiden Torhütern attestierte sie eine gute Leistung. Bis zum 23:9 (37.) änderte sich zunächst nichts am Spielverhalten der Burger. Dann ging ein Ruck durch die Burger Reihen und es wurde endlich besser. Die Abwehr stand jetzt stabiler, es wurde miteinander geredet und endlich richtig zugefasst.In der 40. Minute hielt Florian Wagner einen Siebenmeter und Kirchner traf aus der zweiten Reihe zum 25:10. Fortschritt gestaltete die Partie bis zum 28:15 (48.) ausgeglichen, konnte aber den Rückstand nicht mehr wettmachen. So blieb es Tobias Koch vorbehalten, den letzten Treffer der Begegnung zum 35:20-Endstand zu erzielen.

"Die Niederlage in dieser Höhe war nicht nötig. Die erste Halbzeit wurde total verschlafen. Einen derartigen Rückstand kann man gegen solche Mannschaften nicht mehr aufholen. Die zweite Halbzeit hat dann wieder gezeigt, dass die Jungs in der Lage sind, in dieser Liga mitzuspielen", so das abschließende Fazit von Wöhe.

Fortschritt Burg: Wegner, Timme – Ch. Kirchner (4), M. Kirchner (1), Ernst, Müller (3), Haufschild (9/3), Jülte, Salzer (2), Koch (1)