Die Offensive des Burger BC zeigte sich im Testspiel gegen den Harbker SV von ihrer besten Seite und scheint erneut in sehr guter Frühform zu sein. Der Landesligist ging nach 90 Minuten mit 13:1 (6:0) gegen den Gegner aus der Bördekreisklasse vom Platz.

Burg l Was schlichen die Brasilianer nach der 1:7-Demütigung der Deutschen Nationalmannschaft im Halbfinale der Weltmeisterschaft vom Platz. Eine ganze Nation verordnete sich in der Folge Staatstrauer. Gut, ganz so schlimm dürfte es den Spielern vom Harbker SV Turbine nach dem 1:13 (0:6) nicht gegangen sein. Aber eine leichte Ahnung, wie sich die Selecao nach dem Spiel in Belo Horizonte gefühlt haben muss, dürfte der ein oder andere Spieler sicher bekommen haben. Besonders Torhüter Markus Scholz dürfte gelitten haben und hatte noch in der Nacht sicher Albträume. Die Hauptrolle in diesen wird vermutlich BBC-Torjäger Steven Peseke gespielt haben, der allein in der ersten Hälfte fünf Tore erzielte.

Dabei musste der Burger Trainer Thomas Sauer auch bei diesem Test personell improvisieren. Doch bereits nach fünf gespielten Minuten war klar, dass der Landesligist wohl nur an sich selbst scheitern würde. Alexander Dlusinski, der verletzungsbedingt in der 21. Minute ausgewechselt werden musste, traf nur den Pfosten. Doch danach fielen die Tore fast im Minutentakt. Bis zur Halbzeit war das halbe Dutzend voll und Steven Peseke hatte beinahe immer richtig gestanden, wurde von seinen Nebenleuten - allen voran Franz Zimmer - aber auch stets mustergültig bedient. Da die Burger kein Erbarmen mit den Gästen aus der Börde kannten, wurde es nach der Pause dann auch zweistellig.

Dass der Harbker SV dennoch seinen Ehrentreffer bekam, ärgerte aber besonders Thomas Sauer: "Wir wollten eigentlich keinen Konter zulassen und aus einer sicheren Defensive heraus spielen. Dennoch hatte der Gegner zwei, drei gute Möglichkeiten, die von unserer Seite etwas unnötig waren. Aber wir sind natürlich trotzdem sehr zufrieden." In erster Linie spielte das Ergebnis an diesem Tag ohnehin nur eine untergeordnete Rolle, da die Burger natürlich haushoher Favorit waren. "Solche Spiele gegen niederklassige Teams sind natürlich auch gewollt. Das ist gut für das Selbstbewusstsein. Außerdem kann ich sehen, wer sich auch trotz der Überlegenheit richtig reinhängt und Gas gibt", so Sauer. Steven Peseke zum Beispiel. Der Stürmer ärgerte sich auch nach fünf erzielten Toren noch über vergebene Chancen. Von denen gab es aber nicht allzu viele.

"Ziel war es heute, die Laufwege und das Positionsspiel zu festigen sowie ein wenig Spielwitz zu zeigen. Das ist uns gelungen. Viel mehr kann man zu so einem Spiel dann auch nicht sagen."

Burger BC: S. Krüger - Herms, H. Schäfer, Plünnecke, Benkel, Peseke, Schulz, Zimmer, Behr, Dlusinski, Saager (Winterhak, M. Krüger, B. Schäfer, Müller, Schock, Fischer)