São Paulo/Burg (bjr) l Nach der wetterbedingten Verlegung ihres Auftaktspiels gegen Polen am Mittwoch vergangener Woche (Volksstimme berichtete), sind der Burger Christoph Senftleben und die deutschen Fußballer am Sonnabend in die Weltmeisterschaft für Menschen mit intellektueller Behinderung (ID) gestartet. Gastgeber Brasilien rang der Elf von Bundestrainer Jörg Dittwar bei derem "Kaltstart" ein 1:1-Unentschieden ab.

Unterdessen wurde Senftleben eine besondere Ehre zuteil: Er darf während der WM, die vom Weltverband Inas ausgerichtet wird, das Trikot mit der Rückennummer zehn tragen. Wenn auch nur symbolisch, steht der Spieler vom TSV Einheit Burg demnach ganz in der Tradition berühmter deutscher Kreativspieler wie Günter Netzer, Lothar Matthäus oder Lukas Podolski, der jüngst beim Weltmeistertitel der DFB-Elf vor gut einem Monat den "Zehner" gab.

Der deutsche WM-Triumph an gleicher Stelle sei zwar eine erstklassige Motivation, Bundestrainer Dittwar hat jedoch bescheidenere Ziele formuliert: "Erst einmal die Vorrunde überstehen." Mit Erfolgen in den beiden ausstehenden Gruppenspielen gegen Japan und Polen wäre dieses Vorhaben allerdings realistisch. Indes gilt vor allem die Auswahl aus dem Nachbarland als Turnierfavorit. Im ersten Gruppenspiel fertigte die polnische Elf die Kicker aus Fernost mit 5:1 ab.

der bisherige Turnierverlauf

Polen - Deutschlandverl. Saudi-Arabien - Südafrikaverl. Schweden - Frankreich1:4 Brasilien - Japan2:2 Japan - Polen1:5 Deutschland - Brasilien1:1 Frankreich - Saudi-Arabien0:5 Südafrika - Schweden10:1