Biederitz (ihe/bjr) l "Es war immer mein großer Traum, mit meinen beiden Söhnen in einer Mannschaft zu spielen", meinte der Biederitzer Holger Klingebeil bereits vor einigen Wochen. Dass dieser Wunsch nun ausgerechnet am vergangenen Freitag bei einem Fußballspiel in Erfüllung ging, mag dem 48-jährigen Handball-Routinier des SV Eiche 05 zunächst einmal egal gewesen sein.

Während Vater Holger schon eine gefühlte Ewigkeit beim SVE auf Torejagd geht, sieht dies beim Nachwuchs etwas anders aus. Der 24-jährige Sebastian Wiedon sprang in der vergangenen Saison mehr oder weniger durch glückliche Umstände von der dritten in die zweite Mannschaft und fühlte sich dort sofort pudelwohl. Obwohl beruflich als Physiotherapeut beim aktuellen "Pokalschreck" und Regionalligisten 1. FC Magdeburg stark eingespannt, will "Willi" in der bevorstehenden Spielzeit mit seiner Truppe hoch hinaus. Bruder Maximilian Wiedon (17) dagegen wechselte zur neuen Saison aus der Landeshauptstadt vom Post SV an die Ehle. Dort spielte "Mäxchen" nicht nur in der A- Jugend, sondern half bereits mehrfach im Team der Post- Reserve in der 1. Nordliga aus. "Verbandsliga ist gerade mit meinen 17 Jahren noch einmal ein ganz anderes Kaliber. Aber mit Hilfe meiner neuen Mitspieler, die mich hervorragend aufgenommen haben, will ich versuchen, die bevorstehenden Aufgaben erfolgreich zu bewältigen", gibt sich der hochtalentierte Linkshänder selbstbewusst.

Kritisch beäugt werden alle drei mit Sicherheit in den kommenden Monaten von ihrem größten Fan. Mutter beziehungsweise Lebensgefährtin Elke Wiedon spielte selbst jahrelang aktiv, ehe sie auf die Bank der Biederitzer Frauen und zuletzt beim Nachwuchs des Post SV wechselte. Und vielleicht klappt es ja dann doch einmal, dass die Drei in einer Mannschaft auf dem Handballfeld auf Torejagd gehen.