São Paulo/Burg (bjr) l Die deutsche Auswahl hat bei der Fußball-Weltmeisterschaft für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung in Brasilien den achten und letzten Platz belegt. Den WM-Titel sicherte sich mit Saudi-Arabien der große Turnierfavorit, der sich im Finale mit 4:2 gegen Südafrika durchsetzte.

Das deutsche Team um das sachsen-anhaltische Trio Christoph Senftleben (TSV Einheit Burg), John-Pierre Friedrichs und Günter Ahlfeld (beide BSV Salzwedel) unterlag am Wochenende im Spiel um Platz sieben der Auswahl Schwedens mit 0:2. Im letzten der drei Gruppenspiele gegen Polen, das sein Halbfinalticket bereits sicher hatte, hieß es zuvor 0:3. Damit ist auch klar: Der Treffer von Senftleben beim 1:1-Unentschieden gegen Gastgeber Brasilien blieb der einzige deutsche Torerfolg bei dieser WM. In den entscheidenden Duellen war der Burger allerdings zum Zuschauen verurteilt, nachdem er wegen einer Tätlichkeit bei der 0:7-Niederlage gegen Japan die rote Karte gesehen hatte.

Am Ende hat das Team von Bundestrainer Jörg Dittwar das vorab gesteckte Ziel - das Erreichen des Halbfinals - also klar verfehlt. Einerseits mag das Lospech eine Rolle gespielt haben, andererseits hatten die deutschen Kicker in den Spielen immer wieder Dittwars defensiv geprägte taktische Marschroute verlassen. Trotz allem machten vor allem die Leistungen in den Duellen gegen Brasilien und Polen Mut für anstehende Aufgaben. Am gestrigen Montag ging es für das Team per Flieger zurück nach Deutschland.