Fünf Tage Fußball pur standen in der vergangenen Woche für 17 junge Kicker in Burg auf dem Plan. Die Top Kicker e.V. Jan Sandmann-Fußballschule hat mit ihrem Feriencamp Station im Parkstadion gemacht.

Burg l Der Gretchenfrage im Leben eines Fußballers weicht Anton Burchhardt noch diplomatisch aus. "Alles mal ein bisschen probieren", entgegnet der Fünfjährige angesprochen darauf, ob er denn lieber Tore erzielt oder sie verhindert. Beim fünftägigen Feriencamp in Burg jedenfalls hat der Möseraner den Platz zwischen den Pfosten eingenommen - und seine teils weitaus älteren Mitstreiter mit glänzenden Torhüterleistungen fast zur Verzweiflung getrieben.

Anton ist der Jüngste unter den 17 Kickern im Alter bis zehn Jahren, die in der vergangenen Woche das Parkstadion des BBC 08 bevölkerten - darunter waren viele neue Gesichter. "Das ist uns ganz wichtig. Es ist schön zu sehen, dass quasi eine neue Generation heranreift", hob Lutz Holke, 2. Vorsitzende des Top Kicker e.V., hervor. Auch dass sie Teilnehmer durch die neu entstandenen Camp-Ableger in Gerwisch, Tucheim und bald auch in Güsen regional stärker aufteilen, kommt den Organisatoren entgegen. So konnte etwa in Burg in drei Kleingruppen trainiert werden. "Unsere Philosophie ist, die Kinder richtig zu beschäftigen. Wenn die Intensität erhöht wird, kommt keine Langeweile auf."

Abwechslung wurde also groß geschrieben, auch wenn sich am bewährten Ablauf der fünf Tage im Vergleich zu den Vorgängerauflagen wenig geändert hat. Vormittags stand jeweils das reguläre Training an einzelnen Stationen auf dem Programm. Nach der Mittagspause sorgten kleine Wettbewerbe mit kleinen Preisen für die Nachwuchskicker gleichermaßen für Kurzweil und Anreiz. Sehnlich erwartet wird jedoch seit je her der abschließende Tagesordnungpunkt: ein Turnier, bei dem die Ergebnisse der einzelnen Team an allen Camp-Tagen addiert werden und somit der Sieger erst am Freitag feststeht.

Wie bereits vor einigen Tagen beim Camp in Tucheim gab es auch wieder Unterstützung vom Landesverband FSA. Stephan Matecki und Henry Glaue vom Projekt "MuT - Menschlichkeit und Toleranz im Sport" vermittelten hautnah den Fairnessgedanken. "Hauptsächlich geht es um richtige Verhaltensweisen, etwa wie die Spieler auf dem Platz miteinander oder mit dem Schiedsrichter umgehen", erklärte Holger Mittelstädt, 1. Vorsitzender des Top Kicker e.V.

Das Fußballcamp macht übrigens bald wieder Station im Jerichower Land: In den Herbstferien geht es nach Güsen, ehe kurz nach dem Jahreswechsel wieder die Halle in Burg-Süd auf dem Plan steht. Dann ist vielleicht auch Anton Burchhardt wieder mit dabei. Die Begeisterung ist jedenfalls bei ihm vollends erwacht: "Diese eine Woche hat großen Spaß gemacht. Am meisten hat mir das gemeinsame Spiel am Nachmittag gefallen. Und die Trainer, die sind super."

Weitere Informationen zum Camp sowie die Anmeldung für die Ferienschulen in Güsen und Burg Süd im Internet unter: www.fussballschule-topkicker-jl.de

 

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