Güsen (ahf) l Die Verbandsliga-Handballer des Güsener HC empfangen zur Heimpremiere am heutigen Sonnabend, 17 Uhr, den Glinder HV "Eintracht". Auch 2013/14 war es diese Paarung, die die Saison in der Elbe-Havel-Sporthalle eröffnete. Die Vorzeichen haben sich in der aktuellen Spielzeit allerdings etwas verschoben.

War vor fast genau einem Jahr die Zielvorgabe noch ein Podiumsplatz, ist nach den vielen Abgängen allen Beteiligten in Güsen klar, "dass wir nicht oben mitspielen werden", wie Co-Trainer Thomas Lepper klarstellte. Die Bilanz der Güsener gegen Glinde fällt allerdings gänzlich positiv aus. So gewannen die Haßbargen und Co. auch in der vergangenen Saison beide Spiele. Vielleicht sind die Gäste der heutigen Partie ja der richtige Gegner, um den ersten Sieg der Saison zu feiern.

Dem Glinder HV gelang bei der eigenen Heimpremiere gegen den HV Ilsenburg am vergangenen Wochenende zwar kein Sieg, dafür allerdings eine Punkteteilung. Davon war die Sieben von Spielertrainer Andy Mache und Lepper in ihrem Spiel gegen den BSV Magdeburg II noch weit entfernt. "Die Abgänge, die wir zu verzeichnen hatten, sind schwer zu kompensieren. Das braucht noch etwas Zeit. Wir haben allerdings im Training besonders an unserer Abwehrleistung gearbeitet und wissen, was wir noch verbessern müssen", so Lepper. Besonders die Zeitstrafen wegen Meckerns sollten dabei minimiert werden, wollen sich die Hausherren in der eigenen Halle nicht unnötig das Leben schwer machen.

Die Gäste haben sich indes gut vorbereitet und beobachtet, "dass bei Güsen fast alles über den Rückraum läuft." Das Rezept des GHV-Trainers Julian Bauer ist daher ganz einfach: "Die Gebrüder Haßbargen sind der Dreh-und Angelpunkt. Wenn wir diese beiden kontrollieren können, sieht es ganz gut für uns aus." Doch so einfach wird sich der heimstarke GHC sicher nicht geschlagen geben: "Wir wissen, was wir können und wir wollen die Punkte definitiv in Güsen behalten", zeigt sich Lepper optimistisch. Dabei können Mache und sein Co-Trainer personell aus den Vollen schöpfen, lediglich der Einsatz von Eric Klewe und Holger Seydack sei fraglich.