Klötze/Burg (rte/bjr) l Tief enttäuscht und mit einer 21:25 (11:17)-Niederlage im Gepäck kehrten die Handballer der SG Fortschritt Burg vom Auswärtsspiel der 1. Nordliga in Klötze zurück. Trotz fast voller Mannschaftsstärke konnten die Burger in der Abwehr wie auch im Angriff nicht überzeugen. Wie in der Saison 2013/2014 (sieben Spiele ohne Punktgewinn) droht ein Fehlstart.

Die ersten acht Minuten verschliefen die Burger komplett. Beim Stand von 1:5 aus Gästesicht musste Trainer Hendrik Kurth schon früh die Grüne Karte und seine Spieler wachrütteln. Mit Erfolg: Mit schnellen Angriffen kamen die Burger Tor für Tor heran. Die Abwehr stabilisierte sich und auch der Positionsangriff verbesserte sich. Der Gastgeber konnte nur über Einzelaktionen aus dem Rückraum überzeugen. Über die Stationen 7:3, 8:6 und 10:9 stellte die SG den Anschluss her. Nach der Auszeit des VfB (19.) hagelte es Zeitstrafen für die Burger. Dies nutze der Gastgeber clever aus und zog über die Stationen 12:9, 14:9 und 16:10 zum 17:11-Halbzeitstand davon. In der Pause forderte Kurth eine zupackendere Abwehr und mehr Zug zum Tor im Angriff.

Die Vorgaben wurden nur bedingt umgesetzt. Die Ihlestädter konnten zwar über die Stationen 18:13 und 20:15 zum 20:17 verkürzen, doch die mangelnde Chancenverwertung im weiteren Verlauf ließ kein besseres Ergebnis zu. Durch das nervöse Anrennen häuften sich die Fehler im Spielaufbau, die den Gastgeber zu Kontern einluden. Folgerichtig zog Klötze zum 23:17 davon.

Doch Fortschritt kämpfte sich noch einmal zurück. Beim Stand von 23:20 (52.) beherrschten die Gäste das Spiel. In den Fokus rückten nun die beiden Torhüter. Der Burger Christian Bünger zeichnete sich in dieser Phase ebenso aus wie sein Gegenüber beim VfB. Nach fünf torlosen Minuten in der Schlussphase waren es die Westaltmärker, die die Vorentscheidung mit dem 25:20 herstellten.

"Wir konnten dem Spiel nicht unseren Stempel aufdrücken, haben uns zu sehr von der rüden Gangart der Klötzer beeindrucken lassen und mit den Schiedsrichtern gehadert", so Trainer Kurth. Mit Blick auf das schwere Duell gegen Stendal und das Derby gegen Möckern sagte er: "Dies werden richtungweisende Spiele und ich hoffe, meine Mannschaft schafft es, sich aus der brenzligen Lage mit einem Achtungserfolg in Stendal zu befreien."

SG Fortschritt Burg: Bünger, Gerlach, Wegner - Katillus, Herrmann, Teßmann (6/1), Barkholz (1), Sommerfeld (4), Wöhe (3), Scholz (3), Lange (1), Weigel (3/1), Winkler

Siebenmeter: Klötze 2/2 - Burg 2/4; Zeitstrafen: Klötze 4 - Burg 6