Nachdem Michél Görner bereits in der Saison 2008/2009 für den DJK TTV Biederitz an die Tische ging, ist der gebürtige Quedlinburger in diesem Sommer an die Ehle zurückgekehrt. Sportredakteur Björn Richter sprach mit dem 26-Jährigen über seinen Neuanfang an alter Wirkungsstätte.

Herr Görner, was war ausschlaggebend für Ihre Rückkehr nach Biederitz?

In erster Linie ist da die langjährige Freundschaft zu Marcus Schmidt. Der Kontakt ist auch zuletzt, in meiner Zeit bei Berliner Vereinen, nicht abgerissen. Irgendwann haben wir herumgeflachst, dass es doch toll wäre, wieder zusammenzuspielen. Und nun bin ich zurück.

Es heißt, Sie hätten sich 2009 nicht unbedingt im Guten vom Verein getrennt ...

Das ist richtig. Aber einerseits habe ich mich verändert. Meine Persönlichkeit ist eine andere geworden und ich habe mehr Lebenserfahrung. Auf der anderen Seite war aber auch ein Wandel beim Verein zu beobachten. Biederitz hat sich sehr gut weiterentwickelt, wird professionell geführt und leistet im Nachwuchsbereich erstklassige Arbeit wie die Auszeichnungen und Erfolge der vergangenen Jahre belegen. Das sind Dinge, die mich positiv stimmen.

Ziel ist nach dem Regional- liga-Abstieg ein Platz im vorderen Drittel der Oberliga Mitte - aus Ihrer Sicht ein realistisches Unterfangen?

Viele Ligakonkurrenten haben personell aufgerüstet. Die Frage ist nur, ob sie auch an den einzelnen Spieltagen in der erhofften Besetzung spielen können. Daher sehe ich unsere große Stärke in der Ausgeglichenheit. Dazu kommt unsere Heimstärke. Ich weiß, dass niemand gern in Biederitz antritt (lacht). Im Ernst: Wenn es positiv läuft, klopfen wir ganz oben an. Im schlimmsten Fall sehe ich uns im gesicherten Mittelfeld der Tabelle.

Was ist in den beiden Eröffnungsspielen gegen Zeulenroda und Jena II möglich?

Ein positiver Start wäre uns natürlich auch am liebsten. Viele schreiben uns in beiden Spielen die Favoritenrolle zu und natürlich würden wir gern mit vier Punkten starten. Ich sehe es so, dass ein Sieg aus zwei Spielen Pflicht ist, wenn dann noch ein Unentschieden dazukommt, wären wir sicher nicht unzufrieden. Im Idealfall nehmen wir aus Zeulenroda den Sieg und den Schwung mit und legen dann im Heimspiel nach.