Die 87 Zuschauer der Landesliga-Partie zwischen dem SV Union Heyrothsberge und Lok Aschersleben bekamen nicht gerade Fußballfeinkost beim 2:2 (0:0)-Unentschieden geboten. Zudem wurden sie Zeugen vom Ende einer Heimserie.

Heyrothsberge l Das letzte Spiel, dass der SV Union auf eigenem Rasen nicht siegreich gestaltete, ist auf den 31. August 2013 datiert. Nach dem 2:2-Auftakt-Remis gegen die SG Blau-Weiß Niegripp gelang es dem SV Kali Wolmirstedt zuletzt in der Landesklasse einen Punkt aus Heyrothsberge zu entführen. Nun hat sich der SV Lok Aschersleben in diese Liste eingetragen.

Dabei hatte der Gastgeber noch Glück, dass er zu Hause weiter ungeschlagen ist und es die Gäste nicht schafften, Heyrothsberge die erste Heimniederlage seit über einem Jahr zuzufügen. Denn in der 64. Minute traf Tobias Große nach einer Ecke vollkommen ungehindert ins Gehäuse des SVU. Doch der Union-Coach reagierte mit einem goldenen Händchen, erst brachte er Philipp Spengler (65.) und zehn Minuten später den angeschlagenen Mike Pinno, "der geradeso Luft für diese Spielzeit hatte". Die beiden Einwechselspieler setzten die gewünschten Impulse in einer Partie, in der auch im ersten Durchgang Strafraumszenen Mangelware waren. In einer dieser seltenen Szenen wurde Kapitän Stefan Groth von Lok-Verteidiger Philipp Rauhut unsanft im 16er von den Füßen geholt, Schiedsrichter Mike Weiß (Sülzetal) entschied auf Elfmeter. Maik Hoppe verwandelte sicher (76.). In der Folge erspielten sich die Gastgeber einige vielversprechende Möglichkeiten, die jedoch meist vom Unparteiischen zurückgepfiffen wurden - sehr zum Ärger des Union-Trainers.

Spengler war nun der auffälligste Spieler im Trikot des SV Union. So setzte er sich auf dem rechten Flügel durch und bediente den am langen Pfosten allein gelassenen Pinno mustergültig, der zur 2:1-Führung für den Gastgeber vollstreckte.

Doch die Gäste gaben sich nicht geschlagen und kombinierten sich ungehindert vor das SVU-Tor. Ahmed Cisse bedankte sich und netzte zum 2:2-Endstand ein (85.).

SV Union Heyrothsberge:Biegelmeier - Hoppe, Vaz, Schumburg, Groth, Völckel, Ziemann (30. Raugust), Bach, Raue (75. Pinno), Seipold (65. Spengler), Thormeier

SV Lok Aschersleben: Timmerhoff -Fabinger, Große, Rauhut, Illiger, Scheffler, Schmidt, Cisse, Hänsch (80. Horn), Anton, Sparing

Tore: 0:1 Tobias Grosse (64.), 1:1 Maik Hoppe (FE 76.), 2:1 Pinno (82.), 2:2 Ahmed Cisse (85.); SR: Mike Weiß (Sülzetal), Michael Bode, Steffen Wozny; ZS: 87