Burg (rgä/bjr) l Es hatte etwas vom Zettel auf dem Küchentisch, doch Jessyka Postolla hatte ihren Landesoberliga-Volleyballern vom Burger VC 99 für den Sonnabend keine Einkaufshilfe geschrieben. Stattdessen hatte die beruflich verhinderte Trainerin für das Heimspiel gegen die USV Halle Volleys II in klaren Worten ausgegeben: drei Punkte, sonst nichts. Ihre Schützlinge taten, wie ihnen gehießen. Nach nicht einmal einer Stunde stand ein souveräner 3:0 (18, 16, 20)-Erfolg zu Buche.

Der BVC 99 startete hochkonzentriert. Durch einige krankheitsbedingte Ausfälle geschwächt, fand der USV II zu keiner Zeit ins Spiel. Bereits im ersten Satz setzten sich die Ihlestädter durch gute Angriffsschläge von Alexander sowie Sebastian Behr deutlich ab. Die Abwehrarbeit und der Block machten es den Hallensern enorm schwer. Wann immer die Hallenser glaubten, sich herangekämpft zu haben, zogen die Burger das Tempo an. "Die Mannschaft ist auf einem guten Weg, spielerisch und taktisch weiter zusammen zu wachsen", beschrieb Sebastian Behr den aktuellen Leistungsstand und allen voran Neuzugang Ralf Sieber lieferte den Beleg: In der Abwehr war er oft zur Stelle, rettete kurze Bälle und brachte Ruhe ins Spiel. Mit nur 18 Gegenpunkten beendete Burg den ersten Durchgang.

Mit starken Aufschlägen und Angriffen erarbeiteten sich die Gastgeber zu Beginn des zweiten Durchgangs einen Vorsprung. Wieder gelangen erfolgreiche Aktionen über die starken Angreifer Alexander Behr und Sören Lambrecht. Erfolgsrezept war, sich auf die eigenen Stärken zu konzentrieren und nicht vom Spiel des Gegners anstecken zu lassen. Die 16 Punkte der Gäste resultierten dann auch zu großen Teilen aus Burger Eigenfehlern.

Satz drei gestaltete sich ausgeglichener. Besonders Heiko Bauer, der mit seinen Aufschlägen viel Druck auf die Burger Annahme ausübte, und Dankert Richter im Block sowie Angriff machten dem BVC bis zum 15:15 zu schaffen. Anschließend überzeugten die Burger jedoch vor allem durch ihre Blockleistung und flexibleres Angriffsspiel und so stand letztlich der verdiente Satz- und Matchgewinn. "Wir haben am Ende nicht mehr konzentriert unsere Taktik umgesetzt und durch leichte Fehler den Gegner unnötig ins Spiel gebracht. Trotzdem ist der Sieg zu keiner Zeit in Gefahr geraten", schätze Sebastian Behr ein.

Burg: Kliefoth, S. Behr, A. Behr, Lambrecht, Graßhoff, Pukall, Sieber, Hagendorf, Baldeweg